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Geldpolitik Chefvolkswirt Lane: EZB prüft Beitrag des Wohnens bei Inflationsmessung

Selbstgenutztes Wohneigentum wird bei der Berechnung der Inflation im Euro-Raum aktuell nicht miteinbezogen. Die EZB will das jetzt überprüfen.
05.02.2020 - 17:02 Uhr Kommentieren
Ob die Inflationsberechnung nun wirklich geändert wird, ist noch offen. Quelle: Reuters
Philip Lane

Ob die Inflationsberechnung nun wirklich geändert wird, ist noch offen.

(Foto: Reuters)

Berlin Laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane prüft die Notenbank im Rahmen ihres Strategiechecks konkret, wie der Beitrag des Wohnens bei der Inflationsmessung besser berücksichtigt werden kann. „Das ist ein Element, ich würde es aber nicht über andere stellen“, sagte er am Mittwoch in Berlin vor Reportern.

Die EZB schaue sich derzeit viele verschiedene Aspekte an. Ob die Berechnung der Inflation in der Euro-Zone letztlich verändert werde, ließ er offen: „Das ist eine konkrete Frage. Wir werden sehen.“

Lane hatte jüngst der „Financial Times“ gesagt: „Ich denke, wir würden bei der EZB übereinstimmen, dass das Wohnen mehr Gewicht haben sollte – aber es gibt eine Schwierigkeit – und man hat sich das schon mehrere Male angeschaut.“ Da gebe es einmal den Verbraucheraspekt, in der eigenen Wohnung zu leben, aber auch den Anlageaspekt. Das sei aber kein unüberwindliches Problem.

Selbstgenutztes Wohneigentum wird bei der Berechnung der europäischen Inflationsrate derzeit nicht berücksichtigt. Wäre dem so, würde die gemessene Inflationsrate (HVPI) Lane zufolge derzeit ein wenig höher liegen.

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    Zuvor hatte sich bereits EZB-Direktor Yves Mersch dafür ausgesprochen, die Inflationsberechnung entsprechend zu ändern. Die USA, Japan, Schweden und Norwegen bezögen dies in die Berechnung der Teuerungsraten ein. Würde das im Euro-Raum geschehen, könnte dies in manchen Zeitphasen die gemessene Inflation um 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte erhöhen.

    Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kann sich mit der Idee anfreunden. Es sei unstrittig, dass die Inflation selbst genutztes Wohneigentum eigentlich erfassen sollte, sagte er kürzlich auf dem Jahresempfang der Deutschen Börse in Eschborn. Die Gründe für das Fehlen seien eher technischer und methodischer Natur.

    Mehr: Die Kosten für Wohnen steigen vor allem in Städten. In der Inflationsmessung werden sie aber kaum berücksichtigt. Bundesbank-Präsident Weidmann will das ändern.

    • rtr
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