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Geldpolitik Donald Trump fordert von Fed erneut Zinssenkung

Der US-Präsident hat die amerikanische Notenbank aufgefordert, die Zinsen zu senken. So solle auch die Konjunktur wieder angekurbelt werden.
Update: 19.08.2019 - 21:42 Uhr 1 Kommentar
Fed: Donald Trump fordert erneut Zinssenkung Quelle: AP
Donald Trump

In den vergangenen Monaten hat der US-Präsident mehrfach die Fed für ihre Geldpolitik kritisiert.

(Foto: AP)

Washington, New York Die Kritik der US-Regierung an der politisch unabhängigen Notenbank reißt nicht ab. Präsident Donald Trump forderte am Montag auf Twitter von der Federal Reserve (Fed) eine Zinssenkung um mindestens 100 Basispunkte – einen Prozentpunkt. Begleitet werden könne dies von weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur („quantative easing“). „Wenn das passieren würde, würde es unserer Wirtschaft noch bessergehen, und die Weltwirtschaft würde deutlich und schnell verbessert werden – gut für alle!“ schrieb er.

Trump beklagte eine Stärke des Dollars, die „leider anderen Teilen der Welt Schmerzen bereitet“. In den vergangenen Monaten hatte der Präsident die Fed immer wieder scharf kritisiert und in einer für einen US-Staatschef unüblichen Art Zinssenkungen gefordert, um die Wirtschaft anzuschieben.

Der Präsident des Fed-Bezirks Boston, Eric Rosengren, zeigte dagegen in einem später ausgestrahlten Interview wenig Interesse an einer Zinssenkung. Dies könnte zu einem beunruhigenden Anstieg der Verschuldung führen, sagte er Bloomberg TV. „Gegenwärtig besteht das größere Risiko darin, die Leute zu ermuntern, mehr Risiko einzugehen.“ Rosengren hatte als einer von zwei Fed-Gouverneuren gegen die Entscheidung der Fed im Juli gestimmt, ihren Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt auf jetzt 2,00 bis 2,25 Prozent zu senken. Trump war dieser Schritt dagegen nicht weit genug gegangen. Am Markt wird allgemein mit einem weiteren Zinsschritt der Notenbank bei ihrer Sitzung Mitte September gerechnet.

Handelsminister Wilbur Ross warf der Fed vor, für den jüngsten Kursanstieg des Dollars mitverantwortlich zu sein. „Wir sind sehr verärgert über den Teil der Dollar-Stärke, der auf die Geldpolitik der Fed zurückzuführen ist“, sagte er dem Sender Fox Business. Mit einem Anstieg der US-Währung verteuern sich amerikanische Produkte auf dem Weltmarkt. Konkurrenten aus anderen Ländern sind dann preislich im Vorteil.

Seit Jahresbeginn ist der Dollar zum Euro um 3,3 Prozent gestiegen. Der Dollar-Index, der den Wechselkurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gewann 2,1 Prozent. Erst Ende Juli hatte die Fed ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf jetzt 2,00 bis 2,25 Prozent gesenkt. Trump war dieser Schritt aber nicht weit genug gegangen.

Mehr: Die US-Regierung kritisiert seit Längerem die Fed. Die Notenbank soll zudem für den starken Dollar verantwortlich sein.

Finance Briefing
  • rtr
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1 Kommentar zu "Geldpolitik: Donald Trump fordert von Fed erneut Zinssenkung"

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  • Da scheint die Bedeutung Fed langsam als Befehlsempfänger von Trump und Co. eingenordet zu werden! Soviel zum Thema "Unabhängigkeit" Erdogan in der Türkeit ist auch nicht schlimmer.

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