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Geldpolitik EZB-Direktor Coeure will bei schwächerer Wirtschaft Maßnahmen ergreifen

Die anhaltende Eintrübung im internationale Handel beeinträchtigt die Euro-Zone. Die Währungshüter stellen daher entsprechende Maßnahmen in Aussicht.
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Der EZB-Direktor spricht sich unter anderem für eine europäische Einlagensicherung für Sparer aus. Quelle: Reuters
Benoit Coeure

Der EZB-Direktor spricht sich unter anderem für eine europäische Einlagensicherung für Sparer aus.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Wirtschaft in der Euro-Zone wird aus Sicht von EZB-Direktor Benoit Coeure voraussichtlich an Schwung verlieren. Daten und Umfragen würden auf ein etwas schwächeres Wachstum im zweiten und dritten Quartal in diesem Jahr hindeuten, sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank am Mittwoch in Paris laut Redetext.

Zu den Gründen zählte er die anhaltende Eintrübung im internationalen Handel. Coeure bekräftigte dabei frühere Aussagen der EZB-Führung, die Währungshüter seien „entschlossen zu handeln im Falle nachteiliger Entwicklungen“ und bereit, alle ihre Instrumente nötigenfalls anzupassen. Die nächste Zinssitzung findet am 25. Juli in Frankfurt statt.

Die EZB hat bereits wegen der gewachsenen Konjunktursorgen die Zinswende bis mindestens Mitte 2020 verschoben. Zuvor galt das nur bis Ende 2019. Darüber hinaus sendete EZB-Präsident Mario Draghi im Juni starke Signale für neue Lockerungsschritte. Viele Volkswirte rechnen inzwischen damit, dass die EZB weitere konjunkturstützende Schritte beschließt.

Coeure plädierte darüber hinaus dafür, Schwachstellen in der Architektur der Euro-Zone zu beseitigen. Solange der Aufbau der Währungsunion unvollständig bleibe, kämen die Vorteile der Gemeinschaftswährung nicht voll zum Tragen. Er unterstrich die Forderung der Notenbank nach einer europäischen Einlagensicherung für Sparer und einem Euro-Zonen-Haushalt, der in der Lage sei, bei schweren Rezessionen für eine Stabilisierung zu sorgen. Das derzeit diskutierte Euro-Zonen-Budget sei nicht dafür vorgesehen. Der Währungsraum brauche aber ein solches Instrument, sagte Coeure.

Mehr: Die Notenbanken suchen neue Wege und Alternativen in der Geldpolitik. Etwas wirklich Neues finden sie aber nicht. Das birgt politische Gefahren.

Finance Briefing
  • rtr
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