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Geldpolitik EZB-Direktor sieht keinen Bedarf für erneute Anleihenkäufe

Die EZB will keine neuen Anleihenkäufe – auch wenn das bedeutet, dass das Inflationsziel langsamer erreicht werde. Stattdessen setzt die EZB auf andere Mittel.
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Der Notenbank-Direktor glaubt, dass das Inflationsziel auch langsam erreicht werden kann. Quelle: Reuters
Benoit Coeure

Der Notenbank-Direktor glaubt, dass das Inflationsziel auch langsam erreicht werden kann.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie EZB muss laut Notenbank-Direktor Benoit Coeure trotz der Konjunkturabkühlung ihre erst unlängst beendeten Anleihenkäufe nicht erneut auflegen. „Wir sehen keinen Bedarf“, sagte der Franzose in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. Das Wirtschaftwachstum sei, obgleich weniger stark als zuvor, immer noch robust.

Es werde zwar länger dauern, bis das Inflationsziel erreicht werde. „Aber wir werden dahin kommen,“ sagte Coeure. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt knapp zwei Prozent Teuerung als Optimalwert für die Wirtschaft an, verfehlt dieses Ziel aber bereits seit längerem.

Die Notenbank hatte ihre in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe im Dezember eingestellt, die bis dahin ein Volumen von mehr als 2,6 Billionen Euro erreicht hatten. Am Donnerstag beschloss sie angesichts der Wachstumseintrübung, neue günstige Langfristkredite für Geschäftsbanken aufzulegen.

Damit wollen die Notenbanker erreichen, dass die Geldhäuser bereitwilliger Kredite an Unternehmen ausreichen. Zudem kündigte die EZB an, ihre Zinsen noch bis mindestens zum Jahresende nicht anzutasten. Diese Entscheidungen seien keine Wende in der Geldpolitik, sagte Coeure. „Wir passen uns eher der neuen Realität an, statt dass wir unseren Kurs umkehren.“ Gegenwärtige sehe die Notenbank keine Anzeichen für eine Rezession.

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