Geldpolitik EZB-Direktorin Lautenschläger warnt vor erhöhten Stabilitätsrisiken

Die EZB-Direktorin ist der Meinung, dass die EZB Gefahren für die Finanzstabilität, wie die Anleihenkäufe der Zentralbank, im Auge behalten sollte.
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Die EZB-Direktorin wies auf mögliche Nebenwirkungen der Anleihenkäufe der Zentralbank hin. Quelle: dpa
Sabine Lautenschläger

Die EZB-Direktorin wies auf mögliche Nebenwirkungen der Anleihenkäufe der Zentralbank hin.

(Foto: dpa)

FrankfurtIn der Debatte über die Ausrichtung der Europäischen Zentralbank hat sich ihre Direktorin Sabine Lautenschläger dafür ausgesprochen, bei der Geldpolitik nicht nur die Sicherung stabiler Preise zu verfolgen. „Die EZB kann und sollte vor Gefahren für die Finanzstabilität nicht die Augen verschließen“, sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsgremiums der Euro-Notenbank am Freitag in der maltesischen Hauptstadt Valletta laut Redetext.

Ohne ein stabiles Finanzsystem sei es für die Geldpolitik schwer, die Inflation unter Kontrolle zu halten, so Lautenschlägerweiter. In der EZB gibt es eine Diskussion darüber, in welchem Umfang die Währungshüter auch die Bewahrung von Finanzstabilität als Ziel beachten sollten.

Lautenschläger wies in diesem Zusammenhang auf mögliche Nebenwirkungen der großangelegten Anleihenkäufe der Zentralbank hin. Diese könnten Stabilitätsrisiken dadurch erhöhen, indem sie die Preisbildung für diese Anleihen am Markt verzerren. Zudem könnten durch die lange Zeit sehr tiefer Leitzinsen Preisblasen entstehen. Dies müsse die Notenbank genau beobachten.

Die Währungshüter erwerben bereits seit mehr als drei Jahren in großem Stil Staatsanleihen und andere Titel, um die Wirtschaft anzukurbeln und die längere Zeit unerwünscht niedrige Inflation zum Ziel von knapp zwei Prozent zu führen. Wegen der inzwischen wieder besser laufenden Konjunktur sollen die vor allem in Deutschland umstrittenen Käufe aber zum Jahresende eingestellt werden. Ihre Leitzinsen will die EZB aber noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Rekordtief von 0,0 Prozent belassen.

  • rtr
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  • Was fuer eine tolle Erklaerung. Erinnert mich an die Fussballtrainer: Wir wollen das naechste
    Spiel gewinnen! Was sonst?

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