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Geldpolitik EZB-Direktorin Schnabel rechnet mit schleppender Konjunkturerholung

Isabel Schnabel geht davon aus, dass die Konjunktur sich erst frühestens 2022 wieder vollständig erholen wird. Die Erholung werde langsam sein.
30.06.2020 - 17:32 Uhr Kommentieren
Angesichts einer drohenden Rekord-Rezession in der Euro-Zone hatte die EZB ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) Anfang des Monats aufgestockt. Quelle: Reuters
Isabel Schnabel

Angesichts einer drohenden Rekord-Rezession in der Euro-Zone hatte die EZB ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) Anfang des Monats aufgestockt.

(Foto: Reuters)

London Die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel rechnet mit einer langwierigen Konjunkturerholung in der Euro-Zone nach dem Corona-Schock. Mit einer Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau sei frühestens 2022 zu rechnen, erklärte sie am Dienstag auf einer Online-Konferenz des Institute of International Finance (IIF): „Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Konjunkturerholung langsam sein wird.“

Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Abfederung der Folgen der Pandemie aufgelegte Notfall-Programm PEPP sei entsprechend flexibel angelegt. Falls sich die Bedingungen wieder verschlechtern sollten, könne es erweitert werden.

Falls sich die Lage hingegen ausreichend verbessere, könne es auch früher als geplant beendet werden, sagte Schnabel. Derzeit fühle sich die EZB mit dem Umfang des Programms aber „sehr wohl“.

Angesichts einer drohenden Rekord-Rezession in der Euro-Zone hatte die EZB ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) Anfang des Monats aufgestockt – und zwar von 750 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro. Es soll bis Ende Juni 2021 laufen.

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