Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Geldpolitik EZB-Direktorin warnt vor laxerer Bankenkontrolle

EZB-Direktorin Sabine Lautschläger mahnt Aufseher, Banken gegenüber streng zu bleiben. Gerade in Deutschland müsse der Markt konsolidiert werden.
13.11.2018 - 13:20 Uhr Kommentieren
EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger spricht sich für eine stärkere Konsolidierung des zersplitterten Bankenmarktes aus. Quelle: dpa
Sabine Lautenschläger

EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger spricht sich für eine stärkere Konsolidierung des zersplitterten Bankenmarktes aus.

(Foto: dpa)

Frankfurt EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat davor gewarnt, zehn Jahre nach der Finanzkrise bei der Aufsicht der Bankenbranche nachzulassen. „Wir sollten uns alle daran erinnern, dass die Lehre aus der Krise klar war: Eine Regulierung und Aufsicht der leichten Hand über den Bankensektor funktioniert nicht“, sagte das deutsche Mitglied im sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt.

Zwar seien die Geldhäuser inzwischen widerstandsfähiger geworden. Sie sei aber noch nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Situation. Aufseher müssten weiterhin streng sein bei Banken. „Und die Gesetzgeber sollten sie unterstützen“, sagte Lautenschläger, die auch stellverstretende Chefin der EZB-Bankenaufsicht ist.

Am Montag hatte bereits der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, vor einer Aufweichung der seit der Krise eingeführten strengeren Regeln für Banken und Finanzmärkte gewarnt.

Lautenschläger sprach sich erneut für eine stärkere Konsolidierung des stark zersplitterten Bankenmarktes aus. Vor allem Deutschland habe sehr viele und sehr viele kleine Banken, sagte die frühere BaFin-Exekutivdirektorin und Bundesbank-Vizepräsidentin. „Wir haben viele Banken in Deutschland und ganz sicher sind Diskussionen über Bankenfusionen in Deutschland eine gute Idee. In Deutschland wären die Synergien innerhalb des Landes sehr hoch.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Lautenschläger und die Chefin der EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB und frühere Bafin-Chefin Elke König sprachen sich für mehr grenzüberschreitende Fusionen und Übernahmen im Finanzsektor aus. Einig waren sie sich allerdings auch dabei, dass dies nicht dazu führen dürfe, dass die neuen Unternehmen dann zu groß und zu komplex werden, um im Fall einer Krise abgewickelt zu werden, ohne größeren Schaden für den Steuerzahler anzurichten. „Es geht darum was rauskommt, wir sollten jedenfalls keine Einheiten schaffen, die dann 'too big to fail sind'“, sagte König.

    In der Finanzkrise vor rund zehn Jahren mussten viele Banken mit Steuergeld gerettet werden, weil sie aufgrund ihrer schieren Größe nicht einfach geschlossen werden konnten. In vielen Ländern wurden deshalb viele Milliarden in die Institute gepumpt, um diese zu stabilisieren.

    Letztlich ist das Problem von zu großen, zu komplexen und zu vernetzten Geldhäusern aber bis heute nicht gelöst. Riesige Bankkonzerne wie zum Beispiel JP Morgan in den USA oder auch die Deutsche Bank müssten auch heute noch im Krisenfall mit Steuergeld vor dem Kollaps bewahrt werden.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Geldpolitik - EZB-Direktorin warnt vor laxerer Bankenkontrolle
    0 Kommentare zu "Geldpolitik: EZB-Direktorin warnt vor laxerer Bankenkontrolle"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%