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Geldpolitik EZB-Ratsmitglied – Striktere Corona-Politik könnte laxere Geldpolitik erfordern

Falls politische Coronamaßnahmen „dauerhafter, breiter oder strikter“ gehandhabt würden, müsste auch die EZB nachsteuern, sagt Robert Holzmann.
14.10.2020 - 14:26 Uhr Kommentieren
Der Chef der Oesterreichischen Nationalbank hält eine lockerere Geldpolitik gegebenenfalls für notwendig. Quelle: Bloomberg
Robert Holzmann

Der Chef der Oesterreichischen Nationalbank hält eine lockerere Geldpolitik gegebenenfalls für notwendig.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann hält eine geldpolitische Reaktion der Europäischen Zentralbank bei einer Verschärfung der staatlichen Corona-Eindämmungsmaßnahmen für nötig. Falls diese „dauerhafter, breiter oder strikter“ gehandhabt würden, sei wohl eine Konjunktur stimulierendere Linie der Notenbank vonnöten, sagte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank am Mittwoch auf einer Online-Veranstaltung.

Dies gelte allerdings auch für die Haushaltspolitik der Staaten. Mit einem solchen Vorgehen könne kurzfristig Preis- und Finanzstabilität gewahrt werden. Doch „ohne den Silberstreif“ eines wirksamen Corona-Impfstoffs werde diese Vorgehensweise wohl langfristig keinen nachhaltigen Erfolg haben, warnte er.

An den Börsen spekulieren viele Investoren derzeit darauf, dass die EZB noch in diesem Jahr ihr Krisen-Anleihenkaufprogramm PEPP erneut aufstockt. Es ist inzwischen auf 1,35 Billionen Euro angelegt. Manche Volkswirte erwarten eine Ausweitung um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung der Käufe bis Ende 2021.

Mehr: Europäische Notenbankvertreter fürchten, dass der hohe Euro-Wechselkurs und die Corona-Pandemie eine Abwärtsdynamik bei der Inflation in Gang setzen.

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