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Geldpolitik EZB will Reinvestitionen flexibler gestalten

Die EZB plant Insidern zufolge eine flexiblere Gestaltung von Reinvestitionen. Im Dezember soll bei der Zinssitzung darüber entschieden werden.
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Der Großteil der Käufe im Rahmen des Aufkaufprogramms entfällt auf die nationalen Notenbanken der Euro-Länder. Quelle: dpa
EZB

Der Großteil der Käufe im Rahmen des Aufkaufprogramms entfällt auf die nationalen Notenbanken der Euro-Länder.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie EZB wird Insidern zufolge womöglich den nationalen Notenbanken bei der Wiederanlage der Gelder aus dem billionenschweren Anleihen-Kaufprogramm mehr Spielraum einräumen. Die Fachabteilungen würden entsprechende Vorschläge erarbeiten, sagte einer der mit der Sache vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Raum stünden Vorschläge, den Zeitraum um einige Monate zu verlängern, in dem fällige Anleihen reinvestiert werden. Die Euro-Notenbanken würden auf diese Weise besser mit Fälligkeitsspitzen umgehen können. Aktuell sollen die Reinvestitionen jeweils noch im gleichen Monat oder in den darauffolgenden zwei erfolgen.

Die EZB lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Die letzte EZB-Zinssitzung in diesem Jahr findet am 13. Dezember in Frankfurt statt. EZB-Präsident Mario Draghi hatte nach der Zinssitzung am Donnerstag für Dezember Entscheidungen zur künftigen Reinvestitionspolitik in Aussicht gestellt.

Die Währungshüter wollen ihr inzwischen auf 2,6 Billionen Euro angelegtes Anleihenkaufprogramm bis zum Jahresende einstellen - sofern die Konjunktur dies zulässt. Die Gelder aus fälligen Titeln sollen aber auch danach noch für längere Zeit wieder in Anleihen reinvestiert werden.

Der Großteil der Käufe im Rahmen des Aufkaufprogramms entfällt auf die nationalen Notenbanken der Euro-Länder. Dabei werden die Transaktionen nach dem sogenannten Kapitalschlüssel organisiert. Dieses Grundgerüst sorgt dafür, dass mehr Staatsanleihen von Ländern erworben werden, die der EZB mehr Eigenkapital zur Verfügung stellen. Deshalb werden besonders viele Bundesanleihen erworben.

Nach Berechnungen des Versicherers Allianz müssen im nächsten Jahr rund 165 Milliarden Euro wiederangelegt werden. Rund 30 Prozent der Reinvestitionen entfallen laut Allianz 2019 auf deutsche Schuldentitel, auf französische etwas über 20 Prozent. Etwas mehr als 15 Prozent sind es laut Allianz bei italienischen Papieren.

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