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Geldpolitik Inflationserwartung koppelt sich zunehmend vom Ölpreis ab

Im Euroraum steigt und fällt die Inflationserwartung. Das besondere: Sie koppelt sich immer mehr vom Ölpreis ab, sagen Analysten.
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Inflationserwartung koppelt sich zunehmend vom Ölpreis ab Quelle: AFP
Euroraum

Die Inflationserwartungen haben sich von der Bewegung der Ölpreise abgekoppelt.

(Foto: AFP)

Die Inflationserwartungen im Euroraum koppeln sich zunehmend von der Bewegung der Ölpreise ab. Eine ähnliche Bewegung zeigt sich mittlerweile in den USA.

Für den Euroraum zeigen die jüngsten, harmonisierten Preisdaten eine entsprechende Entwicklung auf. Letztlich blieben sie ähnlich wie bereits im März hinter den Erwartungen zurück. Die Preisdynamik ist bisher gering ausgefallen. Während die Ölpreise seit Mitte April steigen, wertet der Euro gegen andere Währungen ab.

Für Carsten Klude von M.M. Warburg in Hamburg sind die jüngsten Entwicklungen bei den Inflationserwartungen wenig überraschend. Zum einen würden sich die Markterwartungen nun anpassen, sodass temporäre Inflationsrisiken wie beispielsweise der Ölpreisanstieg weniger ins Gewicht fielen. Seiner Ansicht nach waren die Inflationserwartungen der Realität bereits vorausgelaufen.

Zum anderen müsste der Euro dauerhaft an Wert einbüßen, damit sich hier Effekte beispielsweise über die Entwicklung der Importpreise zeigen. Derzeit würden sich diese aber auf einem niedrigen Niveau befinden. Klude geht daher davon aus, dass die Teuerung im Euroraum in den kommenden Monaten auf 1,6 oder 1,7 Prozent anziehen werde, mehr nicht.

In den USA ist die Preisdynamik ungleich höher als im Euro-Raum. Auch für die USA wundert Klude die aktuelle Divergenz nicht. Basiseffekte ausgelöst durch Preisreduzierungen für mobile Kommunikationsdienste und Kraftfahrzeuge vor rund einem Jahr würden eine Rolle spielen, die nach Berechnungen von Warburg für bis zu 0,6 Prozentpunkte der Preisanstiege verantwortlich sind. Diese Basiseffekte sollten ab August 2018 aber auslaufen, so Kludes Einschätzung.

Im weiteren Verlauf des Jahres könne mit einer Verlangsamung des Preisanstiegs gerechnet werden. Außerdem dürfte die Einordnung der US-Notenbank Fed, dass auch ein leichtes Überschießen über die Zielmarke zwei Prozent zulässig ist, zur Beruhigung der Investoren beitragen.

Entsprechend würden sie derzeit auf temporäre Faktoren wie steigende Ölpreise kaum reagieren.

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