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Geldpolitik Italien darf als erster westlicher Staat Panda-Anleihe ausgeben

Die italienische Staatsbank darf durch Panda-Anleihen künftig Kapital aufnehmen. China will langfristig die Landeswährung Yuan international öffnen.
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Die chinesische Zentralbank hat der italienischen Cassa Depositi e Prestiti die Kapitalaufnahme durch Panda-Anleihen gestattet. Quelle: dpa
People's Bank of China

Die chinesische Zentralbank hat der italienischen Cassa Depositi e Prestiti die Kapitalaufnahme durch Panda-Anleihen gestattet.

(Foto: dpa)

RomDie chinesische Zentralbank erlaubt Italien als erstem westlichen Industriestaat die Emission einer Anleihe in der Volksrepublik. Die italienische Staatsbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) könne sogenannte Panda-Bonds – Schuldscheine ausländischer Institutionen für chinesische Anleger – ausgeben, sagte der stellvertretende Notenbankchef Lin Jingzhen am Freitag am Rande des Staatsbesuchs von Präsident Xi Jinping in Rom der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir können bestätigen, dass die Cassa Depositi e Prestiti durch Panda-Anleihen Kapital aufnehmen kann.“

Dies könnte schon bald erfolgen. „Wir werden in den kommenden Wochen die erste Tranche auflegen“, sagte CDP-Manager Nunzio Tartaglia zu Reuters. Der chinesische Anleihen-Markt gilt als einer der größten der Welt: Jährlich werden dort Bonds im Wert von etwa zwölf Billionen Dollar ausgegeben. Auch deutsche Unternehmen haben bereits chinesische Geldgeber angezapft – so gab etwa Daimler Panda-Bonds aus.

China hat versprochen, Hindernisse für ausländische Emittenten zu beseitigen. Damit will die Regierung die Landeswährung Yuan stärker international öffnen und zugleich neue Finanzierungsquellen für ihr Seidenstraßenprojekt erschließen. Damit will die chinesische Führung die Handelsrouten nach Europa und Afrika ausbauen. Allerdings wird das etwa in der Bundesregierung kritisch gesehen. Sie befürchtet, dass China durch solche bilateralen Abkommen seine eigenen Standards weltweit durchsetzen will.

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