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Geldpolitik Neue EZB-Langfristkredite sollen wohl nicht zu großzügig sein

Insidern zufolge will die EZB ihre neuen Geldsalven nicht zu großzügig gestalten. Ein Expertenausschuss hat bereits einen Vorschlag mit der exakten Höhe gemacht.
Update: 12.03.2019 - 18:33 Uhr Kommentieren
Die EZB soll die Langzeitkredite so gewähren, dass die Nachfrage nicht aus dem Ruder läuft. Quelle: dpa
EZB in Frankfurt am Main

Die EZB soll die Langzeitkredite so gewähren, dass die Nachfrage nicht aus dem Ruder läuft.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) will Insidern zufolge die Konditionen der neuen angekündigten Langfristkredite so gestalten, dass die Nachfrage nicht aus dem Ruder läuft. Die Konjunktur sei viel stärker als zu Krisenzeiten, sagten vier mit den Diskussionen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Daher sollte eine Unterstützung durch die neuen Geldsalven nicht zu großzügig gestaltet sein.

Banken sollten nicht zu abhängig werden von den EZB-Geldern. Eine der Schlüsselfragen sei daher nach wie vor, wie günstig die neuen Geldsalven ausfallen sollen. Kalkulationen legen nahe, dass die Mittelaufnahme bei unter 500 Milliarden Euro liegen könnte. Mehr als 700 Milliarden Euro waren es in der letzten Serie solcher Langfristkredite. Die EZB wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Die Notenbank hatte jüngst für Geldhäuser eine neue Serie großer Geldspritzen beschlossen, die in der Fachwelt „TLTRO“ genannt werden. Damit will sie dafür sorgen, dass Banken bereitwilliger Darlehen an Unternehmen vergeben. Sieben Langfristkredite mit Laufzeit von je zwei Jahren sollen ab September vierteljährlich aufgelegt werden. Ihr Zinssatz soll sich am Leitzins von derzeit 0,0 Prozent orientieren. Die genauen Konditionen sind aber noch offen. Es wird erwartet, dass vor allem Banken aus Südeuropa das Geld nachfragen.

Einem der Insider zufolge schlug ein Experten-Ausschuss vor, die neuen TLTROs mit einem Aufschlag von 25 Basispunkten über dem Leitzins zu versehen. Der Satz könnte dann auf Null Prozent sinken, falls Banken bestimmte Kreditvergabeziele erfüllten. Einige Währungshüter hätten dies aber als zu hoch eingestuft. Vertreter von Ländern, die für eine eher lockere Geldpolitik stünden, hätten für niedrigere Sätze geworben.

Gegenwärtig werde der Leitzins als tiefster erreichbarer Satz für die neuen TLTROs angesehen, sagte eine der Personen. Die Diskussion sei aber noch im Fluss. Falls sich die Konjunktur eintrübe, sei auch noch ein negativer Satz möglich, womit Banken dann de facto einen Bonus erhielten. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Notenbank die Konditionen zur Zinssitzung am 6. Juni veröffentliche. Ein gestaffelter Einlagensatz sei nicht diskutiert worden.

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