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Geldwertstabilität Frankreichs Notenbankchef für flexibles Inflationsziel

Realistische und flexible Ziele für die Inflationspolitik der EZB wünscht sich der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau: 2,0 Prozent sei nicht immer möglich.
09.01.2020 - 22:56 Uhr Kommentieren
Frankreichs Notenbankchef strebt realistische Inflationsziele an. Quelle: Reuters
Francois Villeroy de Galhau

Frankreichs Notenbankchef strebt realistische Inflationsziele an.

(Foto: Reuters)

Paris Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hat sich für ein flexibles und auch für die breite Bevölkerung glaubhaftes Inflationsziel ausgesprochen. Dabei solle im Falle einer höheren Inflationsrate als angestrebt die gleiche Toleranz gelten wie bei einem Untertreffen der Zielmarke, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in einer Rede an der Universität Paris-Dauphine.

„Unser Inflationsziel muss symmetrisch sein. Wenn das zentrale Ziel als eine Obergrenze angesehen wird, haben wir eine geringere Chance, es zu erreichen“, sagte er. Das Inflationsziel solle zudem geschmeidig sein. „Und wir sollen sagen wie weit und über welchen Zeithorizont – wir können nicht 2,0 Prozent für alle Zeiten und sofort garantieren.“

Die EZB strebt derzeit eine Inflationsrate von nahe aber unter zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an. Dieses Niveau verfehlt sie aber inzwischen bereits seit Frühjahr 2013. Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die seit November im Amt ist, hatte angekündigt, das bisherige Ziel einer Überprüfung zu unterziehen. Letztmalig hatten die Euro-Wächter vor 17 Jahren ihre zentrale Zielgröße für die Geldwertstabilität überarbeitet. Der Strategiecheck startet in diesem Januar – vor dem Jahresende soll die Überprüfung abgeschlossen sein.

Aus Sicht des Gouverneurs der Banque de France sollte die EZB nicht nur die Finanzmärkte und deren Inflationserwartungen im Blick haben. Sie müsse mehr darauf achten, was die Hauhalte und Unternehmen im Währungsraum denken, sagte Villeroy. Denn diese bestimmten Preise und Löhne. Insgesamt sollten die Währungshüter mehr auf die breite Bevölkerung beim Thema Inflation hören und sich für den Inflationsindex entscheiden, der am einschlägigsten sei.

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