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Griechenland-Verhandlungen Ex-Chefökonom trifft Tsipras – und landet in der Tagesschau

Griechenlands Premier Tsipras und Finanzminister Varoufakis haben den Ex-Deutsche-Bank-Chefökonom Mayer wegen seines Vorschlags einer griechischen Parallelwährung getroffen. Bekannt wurde das durch einen TV-Ausschnitt.
11.05.2015 - 16:39 Uhr Kommentieren
Griechenland-Beitrag vom 28. April: Yanis Varoufakis tritt aus einem Fahrstuhl im Athener Finanzministerium. Hinter ihm: Thomas Mayer, früherer Chefvolkswirt der Deutschen Bank.
Mayer mit Varoufakis

Griechenland-Beitrag vom 28. April: Yanis Varoufakis tritt aus einem Fahrstuhl im Athener Finanzministerium. Hinter ihm: Thomas Mayer, früherer Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Frankfurt Der frühere Deutsche Bank-Chefökonom Thomas Mayer hat sich am 28. April mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis und Premier Alexis Tsipras in Athen getroffen. Das bestätigte Thomas Mayer dem Handelsblatt. Der griechische Regierungssprecher und das Amt von Ministerpräsident Tsipras ließen mehrere telefonische und schriftliche Anfragen zu dem Treffen unbeantwortet.

Bei dem Treffen wurden Varoufakis und Mayer zufällig zusammen im Athener Finanzministerium gefilmt und fotografiert. Die Bilder erschienen am 28. April um 20 Uhr in der Tagesschau zur Einleitung eines Beitrages über Griechenland. Darin allerdings wird Mayer nicht erwähnt. Der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank hatte 2012 vorgeschlagen, Griechenland solle eine zweite Währung neben dem Euro einführen.

Tagesschau-Beitrag ab 9:30 Minuten

Bei dem Gespräch in Athen sei es „um die aktuelle Situation in der Euro-Zone und dabei auch um meinen früheren Vorschlag einer Parallelwährung“ gegangen, sagte Mayer dem Handelsblatt. „Tsipras und Varoufakis haben sich den Vorschlag für eine Parallelwährung angehört.“

Der Kontakt zu Varoufakis sei im vergangenen Jahr auf einer Konferenz in Florenz entstanden. Damals habe Varoufakis vorgeschlagen, dass sie sich treffen sollten, falls er in ein politisches Amt komme. Varoufakis und Tsipras „wollen zwar, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt. Andererseits haben sie einen Wählerauftrag zur Veränderung“, sagt Mayer.

  • jam
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