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Handelsstreit China will Öffnung des Finanzsektors beschleunigen

China will ausländischen Investoren den Zugang zum chinesischen Versicherungsmarkt leichter machen. Ein wichtiger Schritt inmitten des Handelsstreits.
Update: 21.07.2019 - 17:22 Uhr Kommentieren
Inmitten des Handelsstreits mit den USA lockert China Beschränkungen für ausländische Institute. Quelle: dpa
US-amerikanische und chinesische Flagge

Inmitten des Handelsstreits mit den USA lockert China Beschränkungen für ausländische Institute.

(Foto: dpa)

Peking/Shanghai Schon 2020 hebt China die Restriktionen für den Zugang ausländischer Investoren zu Finanzunternehmen wie Vermögensverwaltern, Versicherungen oder Devisenbrokern auf. Dies teilte die chinesische Zentralbank am Samstag mit. Ursprünglich sollte dies erst 2021 geschehen.

Die neuen Regelungen sehen beispielsweise vor, dass ausländische Investoren mehr als 25 Prozent an den Vermögensverwaltern chinesischer Versicherungen halten dürfen. Auch soll ausländischen Firmen der Marktzugang erleichtert werden. So erhielten Versicherer bislang nur dann Zugang zum chinesischen Markt, wenn sie auf mehr als 30 Jahre Markterfahrung verweisen konnten. Auch diese Schranke wird nun gehoben. Außerdem dürfen internationale Ratingagenturen an der Börse gelistete und im Interbankenhandel vertriebene Anleihen raten.

Der chinesische Kapitalmarkt gilt wegen seiner Größe als lukrativ. Bislang beläuft sich der Anteil ausländischer Investoren an den von Banken verwalteten Assets in China nur auf 1,6 Prozent. Am Versicherungsmarkt sind es 5,8 Prozent. Zuletzt haben chinesische Behörden die Pläne von UBS, Nomura und JP Morgan Chase gebilligt, die Mehrheit an ihren chinesischen Joint Ventures zu übernehmen. JP Morgan kündigt sogar an, sämtliche Anteile übernehmen zu wollen – vorausgesetzt, die chinesischen Behörden lassen dies zu.

Mit der nun verkündeten beschleunigten Öffnung des Finanzmarkts gehen die Chinesen im Handelsstreit einen Schritt auf die USA zu. Deren Präsident, Donald Trump, hatte den eingeschränkten Marktzugang häufig kritisiert.

Mit Material von Bloomberg.

Mehr: Erstmals seit 2015 rechnen mehr deutsche Exportfirmen mit schlechteren Geschäften, zeigt eine DIHK-Umfrage. Besonders eine Branche ist stark betroffen, meint Handelsblatt-Korrespondentin Donata Riedel.

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