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Inflation Konsumentenpreise in den USA steigen im April um 3,6 Prozent

Die Konsumentenpreise auf Basis des PCE-Index steigen so stark wie seit den 1990er Jahren nicht mehr. Das befeuert die herrschende Inflationsdebatte in den USA.
28.05.2021 - 14:50 Uhr Kommentieren
Die ultralockere Geldpolitik wird inzwischen vermehrt kritisiert. Quelle: AFP
Fed-Gebäude

Die ultralockere Geldpolitik wird inzwischen vermehrt kritisiert.

(Foto: AFP)

Washington Die lebhafte Inflationsdebatte in den USA bleibt weiter spannend. Die am Freitagnachmittag vom Bureau of Economic Analysis veröffentlichte Entwicklung der Konsumentenpreise stärkt diejenigen Akteure am Markt, die aktuell vor einer zu hohen Inflation warnen.

Demnach sind die Konsumentenpreise auf Basis des PCE-Index (Personal Consumption Expenditures) im April um 3,6 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um 3,5 Prozent gerechnet. Die Kernrate, aus der besonders schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel rausgestrichen werden, legte um 3,1 Prozent zu. Hier hatten Experten eine Steigerung von 2,9 Prozent erwartet. Im März hatten die Konsumentenpreise noch um 2,9 bzw. um 1,8 Prozent angezogen.

Der Index ist eine relevante Kennzahl für die US-Notenbank Fed. Sie strebt eine Teuerung von zwei Prozent an. Zwischen dem PCE-Index und dem gängigen Inflationsmaß CPI (Consumer Price Index) gibt es leichte, aber relevante methodische Unterschiede in der Erhebung. So werden unter anderem einzelne Segmente anders gewichtet. Benzinpreise beispielsweise haben im CPI ein höheres Gewicht.

Die Konsumfreude der US-Bürger hat sich hingegen etwas eingetrübt. Ihre Ausgaben legten nur um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Die persönlichen Einkommen sanken im April um 13,1 Prozent, nach einem Zuwachs von 20,9 Prozent im März. Barschecks der Regierung zur Ankurbelung der Konjunktur hatten damals einen wahren Konsumrausch ausgelöst.

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    In den USA wird aktuell besonders kontrovers über die Inflationsentwicklung diskutiert. Namhafte Ökonomen wie etwa der ehemalige Finanzminister Larry Summers oder der Ex-IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard fürchten eine Überhitzung der Wirtschaft – und ein zu spätes Eingreifen der Fed.

    Im April war die US-Inflationsrate gemäß CPI-Erhebung auf 4,2 Prozent gestiegen. Das war der höchste Wert seit knapp 13 Jahren. Auch die Kernrate sprang im April auf 3,0 Prozent.

    Dagegen signalisiert die Führung der US-Notenbank Fed bisher, dass sie die Zinsen noch lange auf dem bisherigen Rekordtief halten will. Sie verweist darauf, dass die angeschlagene US-Wirtschaft die Unterstützung noch für längere Zeit benötige.

    Die Notenbank beruft sich vor allem auf die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Erst, wenn sich dort eine nachhaltige Verbesserung einstellt, wäre demnach eine Anpassung der Politik denkbar. Die Signale vom Arbeitsmarkt waren zuletzt gemischt. So lag die Zahl der neu geschaffenen Stellen im April erheblich unter den Erwartungen. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hingegen lag zuletzt bei 406.000 – der niedrigste Wert seit Beginn der Pandemie.

    Mehr: US-Währungshüter bereiten Boden für Debatte über weniger Konjunkturhilfen

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