Inflation US-Verbraucherpreise ziehen vor erwarteter Zinserhöhung an

Die Verbraucherpreise in den USA haben im November zugelegt. Damit hat die US-Notenbank Fed einen weiteren Grund für die dritte Zinserhöhung im laufenden Jahr. Eine Entscheidung soll noch im Laufe des Mittwochs fallen.
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Es wird erwartet, dass die Fed-Chefin eine Zinserhöhung bekannt geben wird. Quelle: dpa
Janet Yellen

Es wird erwartet, dass die Fed-Chefin eine Zinserhöhung bekannt geben wird.

(Foto: dpa)

WashingtonDer Inflationsdruck in den USA hat im November zugenommen und der Notenbank damit weitere Argumente für eine Zinserhöhung geliefert. Die Verbraucherpreise legten um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Im Oktober lag die Teuerung noch bei 2,0 Prozent. Der Benzinpreis war im November um 7,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat und trieb so die Lebenshaltungskosten nach oben. Die US-Notenbank Fed, die noch im Laufe des Tages über die Zinsen entscheidet, soll Vollbeschäftigung und stabile Preise garantieren. Das erste Ziel kann sie abhaken, bei den Preisen ist sie jedoch noch nicht soweit.

Dennoch dürfte die scheidende Fed-Chefin Janet Yellen am Abend die Zügel zum dritten Mal im laufenden Jahr straffen, wie Ökonom Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank vorhersagt: "Sie hat grünes Licht für eine Anhebung. Ihr reicht der Anstieg der Teuerungsrate für den heutigen Zinsentscheid aus." Zuletzt hatte die Fed den geldpolitischen Schlüsselsatz im Juni auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben. Nun wird sie ihn wohl um einen weiteren Viertelpunkt erhöhen.

Yellen soll im Februar vom langjährigen Fed-Direktor Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank abgelöst werden. Sie geht davon aus, dass sich die Inflationsrate mittelfristig dem Ziel der Fed annähern wird und somit weitere Zinserhöhungen nötig werden. Die Währungshüter achten besonders auf die Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten außen vor bleiben. Sie streben hier eine Teuerung von 2,0 Prozent an, verfehlen dieses Ziel jedoch bereits seit fast fünfeinhalb Jahren. Im Oktober lag der Wert nur bei 1,4 Prozent. Die Daten für November werden am 22. Dezember veröffentlicht.

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