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Inflationsrate Preise in Deutschland ziehen so stark an wie seit zehn Jahren nicht mehr

Die deutsche Inflationsrate ist im Oktober so hoch wie seit September 2008 nicht mehr. Vor allem für Energie mussten Verbraucher tief in die Tasche greifen.
Update: 13.11.2018 - 08:53 Uhr Kommentieren
Deutschland: Inflationsrate so hoch wie zuletzt September 2008 Quelle: imago/Ralph Peters
Kölner Innenstadt

Im September betrug die Inflationsrate noch 2,3 Prozent, im August 2,0 Prozent.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Berlin Die Preise in Deutschland ziehen so stark an wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Im Schnitt lagen sie im Oktober um 2,5 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Es bestätigte damit eine erste Schätzung von Oktober. „Angesichts der guten Konjunktur und der Nachrichten von Immobilienmärkten kann man erwarten, dass der Trend weiter aufwärts geht“, sagte LBBW-Chefökonom Uwe Burkert. „Allmählich wird Inflation wieder ein echtes Thema.“

Vor allem für Energie mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen: Sie kostete 8,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist und erwies sich damit erneut als Preistreiber. Klammert man Energie aus, hätte die Inflationsrate im Oktober bei 1,7 Prozent gelegen.

Im September betrug die Inflation noch 2,3 Prozent, im August 2,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank peilt in den Euro-Staaten eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur an. Sie dürfte die Werte in Deutschland daher wohl mit Sorge sehen.

Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland kletterten im Oktober binnen Jahresfrist um 1,9 Prozent. Gemüse war mit gut neun Prozent erheblich teurer als ein Jahr zuvor. Auch für Molkereiprodukte und Eier sowie Fisch und Fischwaren mussten die Verbraucher rund drei Prozent mehr zahlen.

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Oktober zum Vorjahr um 3,2 Prozent, vor allem durch den Preisanstieg bei Energie. Aber auch Bier (+4,9 Prozent), Zeitungen und Zeitschriften (+4,2 Prozent) sowie Mineralwasser, Limonaden und Säfte (+3,8 Prozent) kosteten mehr. Günstiger wurden unter anderem Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,7 Prozent) und Telefone (-3,3 Prozent).

  • rtr
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