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IWF-Tagung EZB-Chefin Lagarde: Politik darf Krisenhilfen nicht zu früh stoppen

In einem Gespräch mit dem für Europa zuständigen IWF-Direktor Kammer warnt die EZB-Präsidentin vor einem zu frühen Auslaufen von staatlichen Krisenhilfen.
12.10.2020 - 15:03 Uhr Kommentieren
Die EZB-Chefin warnt: Staatsbürgschaften oder Kurzarbeiterregelungen nicht plötzlich stoppen. Quelle: Reuters
Christine Lagarde

Die EZB-Chefin warnt: Staatsbürgschaften oder Kurzarbeiterregelungen nicht plötzlich stoppen.

(Foto: Reuters)

Berlin EZB-Chefin Christine Lagarde warnt vor einem zu frühen Auslaufen von staatlichen Krisenhilfen in Zeiten der Corona-Pandemie. Es gehe darum, dass etwa Staatsbürgschaften oder Kurzarbeiterregelungen nicht „plötzlich gestoppt“ würden, sagte Lagarde in einem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) am Montag veröffentlichten Gespräch mit dem für Europa zuständigen IWF-Direktor Alfred Kammer.

„Wir hoffen, dass Politiker dies verstehen und auch beschließen, dass diese Maßnahmen noch eine Zeit lang weitergehen müssen – selbst wenn die Wirtschaft wieder Tritt fasst.“ Es müsse ein reibungsloser Übergang zu einer vollständigen Erholung geschaffen werden.

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hatte in einem Interview mit dem Wall-Street-Journal angedeutet, dass die EZB bereit ist, mehr zu tun, um die Wirtschaft zu stützen. Allerdings dämpfte er Erwartungen, dass die Notenbank noch in diesem Monat handeln könnte. Es gebe noch viel Unsicherheit. Ein Teil davon wird aus Sicht von Lane in diesem Herbst jedoch gelöst werden, wenn die Euro-Staaten ihre Haushaltspläne für 2021 vorlegen. „In den nächsten Wochen werden eine Menge Budgets angekündigt. Dann werden wir mehr darüber wissen, wie viel fiskalische Unterstützung es für die Wirtschaft im Jahr 2021 geben wird“. Lane nannte die Pandemie, die Wechselkurse und den Ölpreis als weitere Faktoren, die die Sichtweise der EZB beeinflussen. Viele Ökonomen erwarten, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm in der Coronakrise im Dezember noch einmal um etwa 500 Milliarden Euro ausweiten wird. Aktuell beläuft sich dieses auf 1,35 Billionen Euro.

Auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel mahnte jüngst, der Corona-Wiederaufbaufonds der EU müsse rasch umgesetzt werden und die dafür vorgesehenen Mittel sollten in die „produktivsten und nachhaltigsten Projekte“ gelenkt werden.

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    Italiens Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri erwartet im bestmöglichen Fall erste Auszahlungen aus dem 750 Milliarden Euro schweren Fonds jedoch erst für Januar 2021.

    Auch vor diesem Hintergrund spekulieren an den Börsen viele Investoren derzeit darauf, dass die EZB noch in diesem Jahr ihr Krisen-Anleihenkaufprogrammm PEPP erneut aufstockt.

    Es ist inzwischen auf 1,35 Billionen Euro angelegt. Manche Volkswirte erwarten eine Ausweitung um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung der Käufe bis Ende 2021. Die nächste Zinssitzung steht am 29. Oktober an.

    Mehr: Warum griechische Bonds trotz schlechtem Rating sehr gefragt sind.

    • rtr
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