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Jens Weidmann Bundesbank-Chef kritisiert EZB-Beschlüsse

Die EZB hat den Leitzins auf 0,0 Prozent gesenkt und die Ausweitung des Anleihen-Kaufprogramms beschlossen. Drastische Maßnahmen, die nicht alle überzeugen konnten. Der Bundesbank-Präsident holt erneut zur Kritik aus.
23.03.2016 - 15:10 Uhr
Der Bundesbank-Präsident war auf der EZB-Ratssitzung nicht stimmberechtigt. Quelle: Reuters
Jens Weidmann

Der Bundesbank-Präsident war auf der EZB-Ratssitzung nicht stimmberechtigt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die jüngsten geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut kritisiert. Zwar habe im EZB-Rat Einigkeit bestanden, dass Handlungsbedarf angezeigt war, sagte Weidmann am Mittwoch in Vaduz in Liechtenstein. „Allerdings gingen mir die Beschlüsse in ihrer Gesamtschau zu weit.“ Das Gesamtpaket habe ihn nicht überzeugt.

Der EZB-Rat hatte angesichts eingetrübter Wachstumsaussichten für den Währungsraum und der anhaltenden Mini-Inflation den Hauptzins zur Geldversorgung der Banken erstmals auf 0,0 Prozent gesenkt. Zudem weiteten die Euro-Wächter den monatlichen Umfang ihrer umstrittenen Anleihenkäufe aus und verschärften den Strafzins für Banken, wenn diese bei der Notenbank über Nacht Geld parken. Weidmann war auf der EZB-Ratssitzung nicht stimmberechtigt.

Er plädierte nun dafür, dass mittelfristige Inflationsziel der EZB nicht zu scharf zu interpretieren. Mittelfristig heiße nicht in ferner Zukunft, aber auch nicht so schnell wie möglich und zu jedem Preis. „Der Begriff 'mittelfristig' enthält damit ganz bewusst eine gewisse Unschärfe bezüglich des exakten Zeithorizonts.“ Die EZB strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Teuerung an, was sie als ideal für die Wirtschaft ansieht. Im Februar waren die Preise aber um 0,2 Prozent gesunken. Und die jüngsten Inflationsprognosen der EZB sehen für 2018 gerade einmal eine Teuerung von 1,6 Prozent vor.

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