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Jim Yong Kim Weltbank-Chef wechselt zu milliardenschwerer Investmentfirma

Der 59-Jährige wird Partner bei einem Finanzierer von Infrastrukturprojekten. Seine Wechselabsicht ist offenbar beim jüngsten G20-Gipfel gereift.
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Der Weltbank-Chef bringt seine Erfahrung ab Februar in der Privatwirtschaft ein. Quelle: Reuters
Jim Yong Kim

Der Weltbank-Chef bringt seine Erfahrung ab Februar in der Privatwirtschaft ein.

(Foto: Reuters)

New YorkEinen Tag nach seiner überraschenden Rücktrittsankündigung ist klar, was der scheidende Weltbank-Präsident Jim Yong Kim als nächstes tun wird. Der 59-Jährige wird ab 1. Februar Partner und Vice Chairman der New Yorker Investmentfirma Global Infrastructure Partners (GIP), wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab.

GIP ist laut eigenen Angaben ein unabhängiger Finanzierer von Infrastrukturprojekten in Industrie- und Schwellenländern mit Fokus auf den Sektoren Energie, Transport, Wasser und Abfallmanagement. Das Unternehmen verwaltet laut Bloomberg Investments in Höhe von mehr als 40 Milliarden Dollar und zwei der größten Infrastrukturfonds weltweit.

Bereits bei seiner Rücktrittserklärung am Montag hatte Kim mitgeteilt, dass er künftig für ein Unternehmen in diesem Bereich arbeiten werde, ohne jedoch den Namen zu nennen. Dabei sprach er auch von einer „Cooling off“-Periode, während der er keine Geschäfte mit der Weltbank machen dürfe.

Die „Financial Times“ (FT) berichtet, Kims Entscheidung für den Wechsel sei beim G20-Gipfel in Buenos Aires Ende November gereift. Vergangene Woche habe er dann hochrangige Mitglieder der Weltbank über seine Entscheidung informiert.

In einer Mail vom Montag an den Verwaltungsrat, aus der FT und Bloomberg zitieren, schrieb Kim, dass die Möglichkeit, in den Privatsektor zu wechseln, unerwartet kam. „Ich habe aber erkannt, dass ich auf diesem Weg die Möglichkeit habe, den größten Einfluss auf globale Probleme wie den Klimawandel und infrastrukturelle Defizite in den Schwellenländern zu nehmen.“

Weltbank-Chef Jim Yong Kim gibt Amt vorzeitig ab

Als Präsident der Weltbank war die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Entwicklungsländern eine der Kernaufgaben Kims. Die Organisation wurde 1947 gegründet, um Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen. Seitdem unterstützt die Weltbank Infrastrukturprojekte mit konventionellen und zinsfreien Krediten sowie mit Fördermitteln.

Unter Kim, der seit 2012 an der Spitze der Weltbank steht und planmäßig erst 2022 hätte abtreten sollen, hat sich die Organisation verstärkt um Investments aus dem Privatsektor bemüht. Allerdings hatte es bereits bei seiner Wiederwahl Unzufriedenheit mit der Amtsführung des in Korea geborenen Amerikaners gegeben. Die Belegschaft hatte sich in einem offenen Brief an die Führungsgremien gewandt und von einer „Führungskrise“ sowie von Reformbedarf gesprochen.

Ab dem 1. Februar übernimmt interimsmäßig Weltbank-Vizepräsidentin Kristalina Georgieva, derzeit verantwortlich für die Kreditvergaben der Institution, Kims Posten.

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