Kapitalverkehrskontrollen Athen will Regeln für Bargeldabhebungen weiter lockern

Griechenland will die Obergrenze für Bargeldabhebungen weiter anheben. Ab Juni soll es den Griechen erlaubt sein, bis zu 5.000 Euro monatlich abzuheben.
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Während der griechischen Schuldenkrise standen Bankkunden Schlange, um Bargeld abzuheben. 2015 führte die griechische Notenbank Kapitalverkehrskontrollen ein. Quelle: dpa
Obergrenze für Barabhebungen

Während der griechischen Schuldenkrise standen Bankkunden Schlange, um Bargeld abzuheben. 2015 führte die griechische Notenbank Kapitalverkehrskontrollen ein.

(Foto: dpa)

AthenGriechenland erwägt laut einem Zeitungsbericht, die im Zuge der Schuldenkrise 2015 eingeführten Kapitalverkehrskontrollen weiter zu lockern. Die Obergrenze für monatliche Barabhebungen soll demnach um mindestens 74 Prozent angehoben werden, wie das griechische Blatt „Kathimerini“ am Donnerstag berichtete. Ein Insider aus dem Finanzministerium sagte Reuters allerdings, über die Sache sei noch nicht abschließend entschieden. Die Regierung in Athen hatte die Kontrollen eingeführt, um die Kapitalflucht aus dem Land einzudämmen.

Das schuldengeplagte Land erhielt von den internationalen Geldgebern damals ein drittes Rettungspaket, das im Sommer ausläuft. Wie „Kathimerini“ weiter berichtet, sind die Pläne für eine weitere Lockerung der Kapitalverkehrskontrollen mit EU und Internationalem Währungsfonds abgesprochen.

Demnach soll es den Griechen ab Juni erlaubt sein, monatlich Geldbeträge von 4.000 bis 5.000 Euro abzuheben. Bislang sind maximal 2.300 Euro erlaubt. Bereits im Februar hatte das Finanzministerium die Regeln gelockert und das Limit für Abhebungen um 28 Prozent nach oben gesetzt.

  • rtr
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