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Kommentar Die US-Zwischenwahlen leiten das Ende von Trumps Börsen-Rally ein

Die Märkte finden immer neue Rechtfertigungsgründe für den anhaltenden Abwärtstrend. Der wahre Grund: Trumps Konjunkturfeuerwerk geht die Kraft aus.
13.11.2018 - 17:48 Uhr Kommentieren
Ob der Ausgang der US-Kongresswahlen auch auf dem amerikanischen Börsenparkett zu einer Spaltung führen ist noch fraglich. Quelle: dpa
Wallstreet

Ob der Ausgang der US-Kongresswahlen auch auf dem amerikanischen Börsenparkett zu einer Spaltung führen ist noch fraglich.

(Foto: dpa)

Bislang haben sich die Börsianer daran geklammert, dass die jüngsten Kurseinbrüche nur eine gesunde Korrektur von überbewerteten Technologieaktien seien.

Auch jetzt wieder werden „Tech-Ängste“ für den Kursrutsch an der Wall Street und in Asien verantwortlich gemacht. Nach diesem „Hickup“, so hoffen die Anleger, könne die längste Rally aller Zeiten weitergehen.

Nach den Kongresswahlen in den USA hat sich jedoch das politische Börsenumfeld nachhaltig verschlechtert. Glaubten viele Analysten anfangs noch, dass ein gespaltener Kongress, in dem die Republikaner den Senat und die Demokraten das Repräsentantenhaus beherrschen, gut für die Finanzmärkte sei, ist jetzt sogar Donald Trump ernüchtert.

„Die Aussicht, dass die Demokraten den Präsidenten schikanieren könnten, bereitet den Märkten die größten Kopfschmerzen“, twitterte der US-Präsident. Nun ist Trump nicht unbedingt ein verlässlicher Börsenguru, seine Befürchtung ist jedoch berechtigt. Der drohende politische Stillstand in Washington garantiert eben keine Marktberuhigung.

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    Der Boom in Amerika, der den Finanzmärkten kräftigen Rückenwind verliehen hat, neigt sich dem Ende zu. Mit seinen massiven Steuersenkungen hat Trump die Konjunktur so stark befeuert, dass die US-Notenbank jetzt mit Zinserhöhungen auf die Bremse treten muss.

    Die Fiskalpolitik kann den drohenden Abschwung nicht aufgefangen. Weitere Steuersenkungen kann Trump gegen die Demokraten nicht durchsetzen.

    Um seine Regierungsbilanz vor den Präsidentschaftswahlen 2020 aufzupolieren, wird Trump sich deshalb der Außenpolitik zuwenden. Dabei lassen sich Erfolge an der Handelsfront mit China und Europa bei seinen Anhängern noch am besten verkaufen.

    Sollte der globale Handelskrieg weiter eskalieren, wird das auch negative Folgen für die Bilanzen der US-Multis und damit für die Aktienmärkte haben. Betroffen davon werden auch jene Tech-Konzerne sein, die wie Apple mit globalen Lieferketten auf offene Grenzen angewiesen sind.

    Deutschland und Europa können sich von den politischen Risiken jenseits des Atlantiks schon deshalb nicht abschotten, weil die von Trump angedrohten Autozölle wieder auf der Tagesordnung des Weißen Hauses stehen.

    Erst gerade beriet der US-Präsident über entsprechende Empfehlungen seines Handelsministers. Das Brexit-Chaos und der Showdown zwischen Italien und der EU-Kommission belasten die Börsen zusätzlich.

    Mit der alten Faustregel, nach der politische Börsen meist kurze Beine haben, können sich die Anleger diesmal nicht trösten. Die aktuellen Gefahren für die Wirtschaft haben sich lange angebahnt und werden die Weltwirtschaft dauerhaft belasten.

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