Kredite an spanische Banken EZB prüft Verstoß gegen eigene Regeln

Die EZB prüft, ob sie gegen ihre eigene Sicherheitsregeln verstoßen hat. Nach einem Medienbericht soll sie spanischen Banken widerrechtlich 16,6 Milliarden Euro geliehen haben.
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EZB-Chef Mario Draghi muss sich unangenehmen Fragen stellen. Quelle: dpa

EZB-Chef Mario Draghi muss sich unangenehmen Fragen stellen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) prüft derzeit, ob sie bei der Vergabe von Krediten an Geschäftsbanken gegen ihre eigenen strengen Regeln verstoßen hat. Das bestätigte eine EZB-Sprecherin am Sonntag. Die Zeitung "Welt am Sonntag" hatte berichtet Geschäftsbanken hätten von der Notenbank Kredite von bis zu 16,6 Milliarden Euro erhalten, obwohl sie das Geld nicht hätten bekommen dürfen. Die dafür als Sicherheiten verpfändeten spanischen Staatsanleihen erfüllten die Anforderungen der Zentralbank nur teilweise.

Als Beispiel nennt das Blatt die Bewertung spanischer Staatsanleihen mit bis zu 18 Monaten Laufzeit, sogenannte T-Bills. Bei der EZB würden sie in der höchsten Bonitätsklasse geführt. Das bedeute, dass die EZB für diese Papiere nur mit einem Risikoabschlag von 0,5 Prozent kalkuliere, schreibt die Zeitung. Doch die T-Bills erfüllten die Bedingungen für diese erste Bonitätsklasse nicht mehr. Papiere über 66,5 Milliarden Euro seien eigentlich nur zweitklassig und müssten daher nach den EZB-Regeln mit einem höheren Abschlag von 5,5 Prozent versehen werden, was deutlich weniger Kredit für die Banken bedeuten würde.



  • rtr
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34 Kommentare zu "Kredite an spanische Banken: EZB prüft Verstoß gegen eigene Regeln"

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  • @ Anleihenspezialist
    Kennen Sie denn einen Wirtschaftsjournalisten? Gibt es überhaupt noch welche? Ich sehe nur Werbefuzzies mit informationsgestützter Meinungsbildungsfunktion.

  • @ Eurowahn
    Warum soll man von der Presse enttäuscht sein? Der Enttäuschung geht nicht selten die Hoffnung voraus. Was erhoffen Sie sich aber von der Presse, wenn Ihnen selbst klar ist, dass sie auch nur das Lied derer singt, dessen Brot sie ist – der Großkonzerne und der Finanzindustrie?! Das Handelsblabla gehört ganz klar zu dieser Presse und dessen Journalisten betreiben Meinungs- und Stimmungsmache in allen Facetten und bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Sicherlich sickern dabei auch hin und wieder ein paar wertvolle Informationen durch und vielleicht lesen ja nur deshalb noch viele hier mit. Schließlich ist es heute kaum noch möglich, kostengünstig und aufwandsarm an verlässliche Informationen zu gelangen. Diese sind in der Regel durch Interessenvertretung vernebelt.
    Was kann man auch anderes erwarten, wenn die Verbreitung von Informationen zum Abfallprodukt verkommt, weil niemand mehr dafür bezahlten will. Das hat sich aber der Journalismus zum Teil selbst eingebrockt, als er anfing, sich der Werbung anzubiedern und irgendwann keiner mehr sicher sein konnte, dass er für Informationen und nicht für Werbung bezahlt hat.

  • Juristen sind BETRÜGER und KIDNAPPER nach den Vorgaben des § 235 (1) und (4) StGB! Und es wird hier auch keine Verhandlunsglösungen geben sondern nur eine der mit dem aufknüpfen der Regierung __au _erkel endet.

    http://central.banktunnel.eu/wahl-pure-provokation-antideutscher-rassisten-anno.jpg

  • Bei Wulff wurde seine Akte auch erst geöffnet, nachdem Er ein wirklicher dem deutsche Volk dienender BP werden wollte. Das wird vollkommen ausgeblendet in der deutschen Bevölkerung. Wulff hatte im Herbst an einer Uni bei Wirtschaftsstudenten bei einer öffentlichen Rede seine Ablehnung gegen den ESM und EZB. "Wer rettet die Retter" war sein Credo. Er gab klar zum Ausdruck, dass Er den Vertrag zum ESM nicht unterschreibt und sich gegen die Retterei weiter öffentlich äußert. Nach 2 Tagen ging das Medientrommelfeuer los.

    Warum äußern sich wohl z. Z. so wenige Eliten, Wirtschaftsweisen, Uni - Professoren usw. usw. nicht mehr gegen diese Politik?

    „Änderung der Machtverhältnisse, Demokratie, Umverteilung" Dirk Müller, Prof. M. Kennedy u.a.
    http://www.youtube.com/watch?v=Qypiw0nc9Cc&feature=related

    Euro: Das Schweigen der Chefredakteure
    http://www.mmnews.de/index.php/politik/11188-euro-das-schweigen-der-chefredakteure

  • Spaniens Banken haben Ende 2011 und Anfang 2012 ca. "1 Billion Euro" erhalten.
    http://www.welt.de/finanzen/ar...
    Dazu kommen noch die Anleihenkäufe der EZB (Höhe?) und ca. 400 Milliarden über eine Forderung überTarget2 von unserer Bundesbank. Target2 wird auch gegenüber Finnland, Österreich, Niederlande und Luxemburg nicht bedient.
    Dieser Bankenrettungsschirm von 100 Milliarden ist nur Penauts, wo Deutschland aber mit 27,9 % haftet. Target2 haftet der deutsche Steuerzahler mit 100%. Bei der EZB mit 27,9% automatisch und in unbegrenzter Höhe. Warum gibt wohl die EZB unserem Bundestagsfinanzausschuß keine Bilanz über den jetzigen Haftungsanteil von Deutschland? Jede UG (kleinste GmbH) "muß bei Strafe" in Deutschland seine Bilanz im Bundesanzeiger veröffentlichen.
    Warum wird dieser ganze Sachverhalt nicht von den Wirtschaftsjournalisten aufgearbeitet?

  • Der Räuber prüft,ob sein Bankeinbruch gesetzeswidrig ist. Warum bestrafen wir eigentlich noch unbedeutende Kriminelle wegen Kleinigkeiten von 100000,- u weniger. Während unsere Politiker uns um Milliarden berauben.

  • Heizkostenzuschüße!

    http://4.bp.blogspot.com/-S42616YAKxg/Tdo0tZ2j2II/AAAAAAAAANc/01o2TaGZkTo/s1600/geld_brennt_400q.jpg

  • @ Pinin
    Ganz genau, denn wenn gegen Regeln verstoßen wurde, dann müssen die Regeln geändert werden, sonst wären es ja Gesetze und selbst die lassen sich ändern. Außerdem muss geprüft werden, wer solche wachsweichen Regeln aufgestellt hat. Der gehört nämlich dringend befördert.

  • Das ist der Witz des Jahrhunderts.

    Es gilt nur noch eine Regel/Gesetz, es gibt keine Regeln und Gesetze mehr.
    Das ist Anarchie.

    Für sie Chaosforschung ein wunderbares Betätigungsfeld.

  • Sie sind doch "Zecke". Stechen Sie bitte endlich einmal die richtigen Leute am richtigen Platz! ;-)

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