Laut Eurostat Italien-Bonds in EZB-Besitz gehören in Schulden-Statistik

Italiens mögliche Regierungskoalition will den Schuldenstand des Landes senken. Ihre Methode ist laut Eurostat aber nicht umsetzbar.
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Der Schuldenstand Italiens liegt bei 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Quelle: AP
Staatsverschuldung

Der Schuldenstand Italiens liegt bei 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

(Foto: AP)

BrüsselEine Nichtberücksichtigung der von der EZB gehaltenen italienischen Staatsanleihen bei der Berechnung des Schuldenstandes des Landes ist dem Statistikamt Eurostat zufolge nicht möglich. Auf die Frage, ob ein entsprechender Vorschlag der möglichen neuen Regierungskoalition in Italien umsetzbar wäre, antwortete Eurostat-Sprecher Tim Allen am Donnerstag: „Die Antwort lautet: nein.“

In Italien haben sich die Chefs der populistischen 5-Sterne-Bewegung und der rechtsextremen Lega nach Informationen von Insidern auf ein Regierungsprogramm verständigt. Aus ihren Reihen kommt der Vorschlag, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) gehaltenen Staatsanleihen aus der Berechnung des Schuldenstandes herauszurechnen. Dieser würde dadurch von aktuell 130 auf etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sinken.

Die Währungshüter haben seit März 2015 mit dem Kauf von Wertpapieren aus den Euro-Ländern bereits rund 2,4 Billionen Euro in das Finanzsystem gepumpt, um für mehr Inflation zu sorgen. Ihr Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent verfehlt die EZB dennoch seit Jahren.

  • rtr
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