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Luis de Guindos EZB-Vizechef für EU-Zuwendungen an südeuropäische Länder

Die EU-Kommission will 750 Milliarden Euro bereitstellen, um die Folgen den Corona-Pandemie abzufedern. Eigentlich soll jedoch ein Teil des Geldes in Kreditform gewährt werden.
17.06.2020 - 17:43 Uhr 1 Kommentar
Der EZB-Vize fürchtet, dass sich die Schuldenlage einiger Staaten weiter verschlechtern könnte. Quelle: dpa
EZB-Vizepräsident Luis de Guindos

Der EZB-Vize fürchtet, dass sich die Schuldenlage einiger Staaten weiter verschlechtern könnte.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Berlin EZB-Vizechef Luis de Guindos plädiert dafür, die geplanten Corona-Hilfen der EU besonders hoch verschuldeten Staaten als Zuwendungen und nicht als Kredite zu gewähren. Ansonsten würde sich die Schuldenlage einiger Staaten weiter verschlechtern, sagte er am Mittwoch bei einer Videokonferenz der spanischen Stiftung Fundacion Pablo VI. „Es ist sehr wichtig, dass Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland Zuwendungen erhalten“, fügte der Spanier hinzu.

Die EU-Kommission hat ein 750-Milliarden-Euro-Programm vorgeschlagen, mit dem Maßnahmen gegen die Folgen der Corona-Pandemie finanziert werden sollen. Die Gelder sollen zum größten Teil nicht zurückgezahlt werden. Vor allem Österreich, Dänemark, die Niederlande und Schweden pochen aber darauf, dass Corona-Hilfen etwa an Italien und Spanien als Kredite gewährt werden. Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Freitag in einer Videokonferenz darüber beraten. Nach Plänen der Kommission wäre Italien mit Zuwendungen von 170 Milliarden Euro größter Nutznießer des Fonds.

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    1 Kommentar zu "Luis de Guindos: EZB-Vizechef für EU-Zuwendungen an südeuropäische Länder"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Eleganter wäre, man würde das über die EZB lösen. Jedes €-Land kann Staatsanleihen auflegen, entsprechend dem Verhältnis im Euro, Laufzeit 100 Jahre, Zinsen Null. Das würde die Situation völlig entspannen. Wenn man bedenkt, was die Konkurrenz macht, sind die €-Staaten bedauernswerte Azubis im ersten Lehrjahr. Im Vereinigten Königreich bezahlt die Notenbank derzeit direkt alle Rechnungen der Regierung. Da sind doch Unterschiede im Handeln, krasser geht es kaum noch. Und vor allem, es gibt im Vereinigten Königreich dazu keine großen Diskussionen mit den hoffnungslos schwer Erkrankten an Schulden-Angst. Die Erkrankten werden einfach nicht gehört.

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