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Marktturbulenzen Goldman Sachs pumpt 1,9 Milliarden Dollar in Geldmarktfonds

Die Investmentbank stützt zwei Fonds, die im Zuge der Coronakrise große Abflüsse verbuchen. Es ist bereits die zweite Bank, die diesen Schritt geht.
23.03.2020 - 21:27 Uhr Kommentieren
Die New Yorker Investmentbank pumpt wegen der Coronakrise Milliarden in Geldmarktfonds. Quelle: Reuters
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Die New Yorker Investmentbank pumpt wegen der Coronakrise Milliarden in Geldmarktfonds.

(Foto: Reuters)

Denver Investoren ziehen seit Wochen im großen Stil Mittel aus Geldmarktfonds ab. Goldman Sachs hat zwei seiner Fonds daher mit knapp 1,9 Milliarden Dollar an frischer Liquidität ausgestattet, wie aus Mitteilungen an die Regulierungsbehörden hervorgeht.

Dabei geht es um zwei sogenannte „Prime“-Fonds, die nicht ausschließlich die besonders sicheren Staatsanleihen im Portfolio haben, sondern andere kurzfristige Papiere, wie Schuldverschreibungen von Banken und Unternehmen, sogenannte Commercial Paper. Diese Art von Geldmarktfonds hat in den vergangenen Tagen generell starke Abflüsse verbucht. Fonds, die nur in Staatspapiere investieren, verzeichneten dagegen deutlich mehr Interesse.

Goldman ist nach der Bank of New York Mellon bereits das zweite Institut, das diesen Schritt geht. Die Bank kaufte Vermögenswerte in Höhe von 1,45 Milliarden Dollar vom GS Financial Square Money Market Fund und knapp 400 Millionen Dollar vom Financial Square Prime Obligations Fund, so konnten diese ihr Liquiditätslevel deutlich stärken.

Vor allem institutionelle Investoren haben ihre Anteile aus den Prime-Fonds abgezogen, weil die im Zuge der Coronakrise besorgt um die Zukunft vieler Unternehmen sind. Dadurch stieg der Bedarf der Fonds an Liquidität. Sollten die liquiden Vermögenswerte unter die Marke von 30 Prozent fallen, dürfen Fonds die Mittelabzüge einschränken oder mit einer Gebühr versehen. Beide Goldman-Fonds lagen stets oberhalb der Marke und liegen nun bei rund 50 Prozent.

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    Die Vermögenswerte wurden an Goldmans Geschäftsbank verkauft. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte vergangene Woche Finanzinstitute explizit zu Transaktionen zwischen Geldmarktfonds und Banken ermutigt, um den 3,8 Billionen Dollar schweren Geldmarkt zu stützen, und stellte den Banken dafür Kredite bereit.

    Der Markt, auf dem sich Unternehmen kurzfristig Geld leihen, um zum Beispiel Gehälter und Lieferanten zu bezahlen, war in der Finanzkrise 2008 eingefroren und brauchte staatliche Garantien. Ein Geldmarktfonds, der in Schuldverschreibungen der Investmentbank Lehman Brothers investiert hatte, musste liquidiert werden. Lehman war 2008 die viertgrößte Investmentbank, ihre Insolvenz galt als Brandbeschleuniger der Finanzkrise.

    Mehr: Goldman Sachs lässt sich von Konkurrenten nicht aus der Ruhe bringen. Milliardenübernahmen, wie sie zuletzt Morgan Stanley angekündigt hat, habe das Haus nicht nötig.

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