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Medienbericht Draghi will angeblich Anleihenkäufe der EZB wieder starten

Laut einem Magazinbericht will der Präsident der Europäischen Zentralbank bis November den umstrittenen Erwerb von Staatsanleihen wieder aufnehmen, um die Konjunktur zu stärken.
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Der EZB-Chef hatte im Juni neue Lockerungsschritte der EZB signalisiert, sollte die Inflation weiterhin nicht anziehen. Quelle: AP
Mario Draghi

Der EZB-Chef hatte im Juni neue Lockerungsschritte der EZB signalisiert, sollte die Inflation weiterhin nicht anziehen.

(Foto: AP)

Frankfurt EZB-Präsident Mario Draghi will einem Magazinbericht zufolge die Anleihenkäufe der Euro-Notenbank wieder aufnehmen. Bis November habe er vor, den umstrittenen Erwerb von Staatsanleihen wieder zu starten, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen, berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab unter Verweis auf Notenbankkreise.

Draghi wolle in seinen letzten Monaten seiner Nachfolgerin Christine Lagarde den Start erleichtern. Darüber hinaus erwäge die EZB-Führung, den Strafzins für Banken zu erhöhen, den diese zahlen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Notenbank parken. Ein entsprechender Entschluss sei im September möglich. Eine EZB-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die nächste Zinssitzung findet am Donnerstag statt.

Draghi hatte im Juni neue Lockerungsschritte der EZB signalisiert, sollte die Inflation weiterhin nicht anziehen. Es gebe erheblichen Spielraum für weitere Anleihenkäufe. Zudem gehörten erneute Zinssenkungen und Maßnahmen, um unerwünschte Nebenwirkungen der lange bestehenden Negativzinsen einzudämmen, zu den Instrumenten, sagte er auf einer EZB-Konferenz in Sintra. Die meisten Volkswirte rechnen fest mit einer Erhöhung des Strafzinses im September. Rund 40 Prozent erwarten zudem eine Neuauflage der Anleihenkäufe bis zum Jahresende.

In dem Bericht des „Spiegel“ hieß es weiter, Draghi wolle außerdem das Inflationsziel lockern. Künftig solle es bei genau zwei Prozent liegen statt wie bisher bei unter aber nahe zwei Prozent. Auf der jüngsten Zinssitzung im Juni hatten die Währungshüter laut dem Sitzungsprotokoll bereits über mögliche Strategieüberlegungen gesprochen. Die letzte größere Strategieüberprüfung des Inflationsziels gab es 2003.

Mehr: Eine weitere ultralockere Geldpolitik der EZB ist gefährlich, denn der Verschuldungsgrad vieler Unternehmen und Privatleute ist hoch, schreibt unser Autor Jakob Blume. Lesen Sie hier den Kommentar.

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  • rtr
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2 Kommentare zu "Medienbericht: Draghi will angeblich Anleihenkäufe der EZB wieder starten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eine brandgefährliche Entwicklung. Und mit Frau Lagarde an der Spitze der EZB könnte es sogar noch riskanter werden!

    Zwar hätte auch Jens Weidmann als EZB-Präsident seine Vorstellungen niemals "eins zu eins" umsetzen können. Und Christine Lagarde ist unbestreitbar höchst kompetent, aber eben auch politisch intensiv vernetzt. Und genau hier liegt das Problem: Könnte sie am Ende nicht das "geldpolitische Gesicht" von Emmanuel Macron werden? Dessen politischer Kompass aber zeigt nach dem Urteil zahlreicher Experten doch eher nach Süden: weniger Solidität, mehr Schulden und vor allem mehr Umverteilung.

    Ein solcher "Kurs Richtung Süden" würde fatale Risiken mit sich bringen: Fortsetzung der faktischen Enteignung der Sparer und zunehmend gefährlichere Vermögensblasen.

    Und am Ende des Horizontes - ein neuer Crash: wirklich nur Hirngespinste notorischer Schwarzmaler?

  • Dieser Mann ist auf seinen letzten Monaten noch besonders gefährlich! Da bin ich mal gespannt, was anschließend Frau Lagarde "anstellt" Man kann doch die Konjunktur nicht mit Gewalt anschicken; Die Strafzinsen für Banken halte ich für sehr bedenklich, da doch Banken Kredite wie sauer Bier anbieten.

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