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Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens „Der Wechselkurs hat zu stark reagiert“

Die Märkte haben mit der starken Abwertung des Peso übertrieben, ist Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens überzeugt. Im Interview spricht er über die Folgen von Trumps Politik, die steigende Inflation, Interventionen am Devisenmarkt und seine neue Rolle als Chef der BIZ, der Zentralbank der Zentralbanken.
30.01.2017 - 17:00 Uhr
Der Verfall der Landeswährung Peso könnte die Inflation erhöhen. Quelle: imago/Xinhua
Fußgängerzone in Mexico-City

Der Verfall der Landeswährung Peso könnte die Inflation erhöhen.

(Foto: imago/Xinhua)

Wiesbaden Gerne würde Agustín Carstens etwas Zeit in Deutschland verbringen, dem Land seiner Vorfahren. Doch dafür hat er angesichts der sich zuspitzenden Probleme Mexikos mit dem Nachbarn USA weder Zeit noch Muße. Beim Interview im Wiesbadener Hotel Nassauer Hof übt er sich in Zweckoptimismus. Danach muss er schnell wieder zurück nach Mexiko fliegen.

Gouverneur Carstens, Sie haben vor kurzem gesagt, der neue US-Präsident Donald Trump sei wie ein Horrorfilm für die mexikanische Wirtschaft. Warum?
Die USA sind der wichtigste Handelspartner Mexikos, und alle wichtigen Industrien wie die Automobilbranche hängen stark von unserem Nachbarn ab. Präsident Trump hat vor allem im Wahlkampf sehr schwerwiegende Äußerungen gemacht, die sich stark auf die mexikanische Wirtschaft auswirken können. Seit seinem Amtsantritt hat er sich etwas positiver geäußert. Die Vertreter Mexikos und der USA haben mit ihren Verhandlungen gerade begonnen. Wir werden sehen, was dabei herauskommt.

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