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Nach Fed-Zinsentscheid Chinas Zentralbank lockert Geldpolitik nicht

Die chinesische Zentralbank folgt nicht der Fed-Zinsentscheidung. Die Währungshüter argumentieren, dass die Banken angemessen mit Geld versorgt seien.
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Regierungsberater in Peking fürchten, dass eine aggressive Lockerung der Geldpolitik den Schuldenberg und damit das Risiko einer Finanzkrise erhöhen könnten. Quelle: dpa
Chinas Zentralbank

Regierungsberater in Peking fürchten, dass eine aggressive Lockerung der Geldpolitik den Schuldenberg und damit das Risiko einer Finanzkrise erhöhen könnten.

(Foto: dpa)

Shanghai Die chinesischen Zentralbank hat ihre Geldpolitik ungeachtet der Zinssenkung der amerikanischen Fed nicht gelockert. Sie griff am Donnerstag nicht in den Markt ein und betonte, die Versorgung der Banken mit Geld sei „angemessen groß“. Seit 2015 hat sie ihren Leitzins nicht mehr gedrückt, während die US-Notenbank Fed am Mittwochabend erstmals seit einem Jahrzehnt das Niveau senkte.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Lockerung für September signalisiert, während andere Notenbanken wie die in Südkorea und Indonesien wegen der weltweit nachlassenden Konjunktur bereits ihren Zinsen gesenkt haben.

Regierungsberater in Peking fürchten, dass eine aggressive Lockerung der Geldpolitik den Schuldenberg und damit das Risiko einer Finanzkrise erhöhen könnten. Die Verbindlichkeiten von Staat, Unternehmen und privaten Haushalten summieren sich bereits auf 303 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie eine Studie des Institute of International Finance (IIF) zeigt.

Um die Konjunktur zu stimulieren, haben die chinesischen Währungshüter bislang auf andere Instrumente zurückgegriffen. So müssen die Geschäftsbanken weniger Geld als Sicherheit bei ihr parken, was mehr Spielraum für Kredite an Unternehmen eröffnet. Seit 2018 wurde der sogenannte Mindestreservesatz sechs Mal gesenkt. Experten gehen davon aus, dass sie dies bis Jahresende ein weiteres Mal tun wird.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist im zweiten Quartal wegen des Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten so langsam gewachsen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich bislang keine Belebung ab.

Mehr: Jerome Powell hat die erste Zinssenkung seit über zehn Jahren verkündet. Doch diese verfehlt ihre Wirkung. Das liegt auch am Zickzackkurs des Fed-Chefs.

  • rtr
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