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Neue Twitter-Attacke US-Präsident Trump beschimpft Notenbanker als „Dummköpfe“ und „naiv“

Donald Trump attackiert die US-Notenbank für die seiner Meinung nach falsche Geldpolitik. Die Leitzinsen sollten bei null Prozent liegen – oder tiefer.
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Der US-Präsident drängt die unabhängige Notenbank seit langem, die Zinsen kräftig zu senken. Quelle: Reuters
Donald Trump

Der US-Präsident drängt die unabhängige Notenbank seit langem, die Zinsen kräftig zu senken.

(Foto: Reuters)

Washington US-Präsident Trump setzt seine Attacken auf die amerikanische Notenbank Fed fort. In einem Twitter-Beitrag vom Mittwoch bezeichnete Trump die Zentralbanker als „Dummköpfe“. Notenbankchef Jerome Powell und seine Kollegen seien „naiv“.

Hintergrund ist einmal mehr das aus Sicht von Trump zu hohe Zinsniveau in den USA, das seiner Meinung nach auf das Konto der Notenbank geht. Trump forderte die Federal Reserve auf, die Leitzinsen auf null zu senken – oder sogar noch niedriger festzusetzen. Sodann solle man damit beginnen, die Schulden zu refinanzieren.

Vermutlich bezieht sich Trump auf die Staatsschulden der USA von mehr als 22 Billionen US-Dollar. Es liege an der Naivität Powells, dass die USA nicht das tun könnten, was andere Länder bereits täten. Die einmalige Gelegenheit, zu viel günstigeren Zinsen umzuschulden, verpassten die USA wegen „Dummköpfen“, so Trump.

Viele Experten erwarten, dass die Fed ihre im Sommer begonnene Lockerungspolitik fortsetzen und am kommenden Mittwoch den Leitzins erneut um einen Viertelpunkt senken wird. Er liegt derzeit in einer Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent.

Die USA weisen unter den Industrieländern tatsächlich ein recht hohes Zinsniveau auf. Das liegt jedoch nur zum Teil an der Geldpolitik der Fed. Andere Faktoren, die für höhere Kapitalmarktzinsen der USA sprechen, sind das höhere Wirtschaftswachstum und die höhere Inflation.

Trump, der Ende 2020 seine Wiederwahl anstrebt, drängt die unabhängige Notenbank seit langem, die Zinsen kräftig zu senken. Der vom US-Präsident seit langem heftig attackierte Notenbankchef Powell pocht auf seine Unabhängigkeit. Er ließ Trump jüngst wissen, dass die Notenbank in ihrer Geldpolitik „allen Amerikanern“ verpflichtet sei und nicht einzelnen Parteien.

Mehr: Fed-Chef Jerome Powell ist einer weiteren Zinssenkung nicht abgeneigt. Die US-amerikanische Notenbank wolle weiter angemessen handeln. Eine Rezession in den USA erwartet er nicht.

  • rtr
  • dpa
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4 Kommentare zu "Neue Twitter-Attacke: US-Präsident Trump beschimpft Notenbanker als „Dummköpfe“ und „naiv“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diese Beschimpfungen sind das hemmungslose Ausleben von Gier und daraus folgendem Frust, dass die Gier nicht wie gewünscht sofort und umfassend befriedigt wird.
    Wie lange schauen die Amis dieser entfesselten triebhaften Schau noch zu und lassen sich ihren Porzellanladen zerdeppern?

  • @ Hans Schönenberg
    "Ja, ja, die Unabhängigkeit der Notenbanken: die Fed, die EZB und andere. Ich habe mal gelernt: Schulden müssen auch irgendwann mal zurückgezahlt werden! Das ist scheinbar heute nicht mehr so! Ich gehe davon aus: Trump wird sich durchsetzen."

    Ganz einfach: ein Jerome Powell, ein Mario Draghi usw. beziehen ein (üppiges) Beamtensold. Geht der Staat pleite, dann bekommen sie das nicht mehr (ebenso wenig wie eine zukünftige Pension). Glauben Sie, dass die das wollen? Also gilt für die persönlich eben auch (wie es mein früherer Nickname hier war): Inflate or die!!
    Weiterhin ist anzunehmen, dass die ihr (üppiges) Sold auch nicht vollständig verprassen, sondern zumindest teilweise auch anlegen. Und die werden garantiert in Assets anlegen, die von ihrer eigenen Geldpolitik profitieren und nicht- wie auch immer - enteignet werden.

  • Ja, ja, die Unabhängigkeit der Notenbanken: die Fed, die EZB und andere. Ich habe mal gelernt: Schulden müssen auch irgendwann mal zurückgezahlt werden! Das ist scheinbar heute nicht mehr so! Ich gehe davon aus: Trump wird sich durchsetzen.

  • Was soll man dazu noch sagen?
    Vielleicht das: Trump will halt unbedingt, dass der letzte durch Kreditexpansion ausgelöste Konjunkturzyklus nicht vor seiner Wiederwahl endet, die Blasen erst danach platzen und die Depression erst dann kommt.
    Irgendwo kann man das verstehen, da eben die ganze Welt davon betroffen sein wird und nicht nur die USA.

    Ansonsten passt wohl am besten dieses reizende Gedicht dazu (nicht von mir - so poetisch bin ich leider nicht ;-) ):
    "Guten Abend, gut‘ Nacht!
    Mit FIAT bedacht,
    Mit Nullzins besteckt,
    Hat der Powell ausgeheckt.
    Morgen früh, wenn Trump will,
    Wirst du rüde geweckt,
    Morgen früh, wenn Trump will,
    Wirst du rüde geweckt.

    Guten Abend, gut‘ Nacht!
    Rußland steht im Verdacht,
    Robert Mueller sah im Traum,
    Daß er bald schon hängt am Baum.
    Schlaf nun selig und süß,
    Grönland ist’s Paradies.
    Schlaf nun selig und süß,
    Grönland ist’s Paradies."
    https://www.goldreporter.de/goldpreis-knickt-ein-wie-tief-kann-es-gehen/gold/88520/

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