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Neuer Geldregen der EZB Die 500-Milliarden-Euro-Frage

Die EZB bietet den Banken zum zweiten Mal Geld für drei Jahre zu Billigkonditionen an. Am Mittwoch gibt sie bekannt, wie groß der Geldregen ausfällt. Die Prognosen reichen von 200 Milliarden bis zu einer Billion Euro.
28.02.2012 - 19:22 Uhr 19 Kommentare
Euro-Scheine in bar. Quelle: dpa

Euro-Scheine in bar.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am Mittwoch um 11.15 Uhr beendet die Europäische Zentralbank die wochenlangen Spekulationen. Seit Dezember streiten Analysten und Ökonomen darüber, wie viel Geld die europäischen Banken an diesem entscheidenden Tag bei der EZB nachfragen werden. Die EZB legt erneut ein langfristiges Geldgeschäft auf, bei dem sich die Banken für drei Jahre zum historisch niedrigen Leitzins von derzeit einem Prozent
Geld leihen können - und zwar so viel sie wollen. „Das ist quasi geschenkt“, sagt ein Händler. Viele Banken dürften sich die zweite und vorerst letzte Gelegenheit dieser Art nicht entgehen lassen, zumal EZB-Chef Mario Draghi sie ausdrücklich dazu ermuntert hat.

Wie viel sie nachfragen werden, ist allerdings umstritten. Bei einem ähnlichen Geschäft im Dezember hatten die Banken rund 500 Milliarden Euro nachgefragt. Diesmal reichen die Prognosen von 200 Milliarden bis hin zu einer Billion Euro. Mit den gigantischen Geldspritzen will die EZB die Euro-Zone gegen eine Kreditklemme und das Ausufern der Schuldenkrise wappnen.

Das Programm der EZB soll vordergründig vor allem die Banken der Eurozone stützen. Da sich diese wegen der Schuldenkrise nicht mehr vertrauen, leihen sie sich untereinander kaum noch Geld. „Wir haben am Geldmarkt eine Zweiklassengesellschaft: Die einen haben die Kohle, geben sie aber nicht weiter. Die anderen bekommen nichts und stehen bei der EZB auf der Matte“, fasst ein Händler zusammen. Um dieses Problem abzufedern, springt die EZB ein.

Zeitbomben: Fällige Staatsanleihen

Quelle: Information Research

Die EZB verfolgt jedoch offensichtlich noch eine weitere Absicht: Mit dem Billiggeld hilft sie den Schuldenstaaten der Eurozone. Durch die Aktion der EZB können sich die Banken Geld zu Billigkonditionen leihen und es in höherverzinsliche Staatsanleihen der Krisenländern investieren. Wie aus EZB-Statistiken hervorgeht, haben davon im Januar vor allem spanische und italienische Banken Gebrauch gemacht. Spanische Banken haben demnach ihren Bestand an Staatsanleihen um 23 Milliarden Euro erhöht. Italienische Banken kauften Staatsanleihen im Wert von 21 Milliarden Euro hinzu.

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    19 Kommentare zu "Neuer Geldregen der EZB: Die 500-Milliarden-Euro-Frage"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Terminator

      Auf der einen Seite versorgen sich die Geschäfts-
      banken mit unendlich viel Geld von den ihnen unterstellten
      Zentralbanken . Auf der anderen Seite stehen Menschen vor
      Gericht , die sich Kekse aus der Mülltonne genommen haben.
      Ich finde wir brauchen Lager mit Holzhütten und Stacheldraht
      für die verantwortlichen Bänker und Politiker!

    • habe ich schon gemacht

    • Bei der Einführung des €uros halbiert, danach geviertelt und nun soll sich jeder mit einem Zehntel zufrieden geben, das reicht lt. biblischer Schriften für den Erhalt der eigenen Lebensführung.

      Gewiß, bei den Renten und nach Leistungsbeziehern im Rahmen von SGB II muß keine Prozentrechnung eingeführt werden. Eine Bruchrechnung offenbart das Desaster, das darf Reichen dienen, sich als "Leistungsträgern aus Leidenschaft" zu verstehen.

      Hochmut, kommt meist vor dem ungeahnten Fall.

    • Da irren Sie sich. Seriöse Zentralbanken haben niemals 3-Jahrestender und schon gar nicht zu so lächerlichen Konditionen (Zins, Sicherheiten) und in diesen gigantisch-weimarisch Größenordnungen vergeben, also praktisch verschenkt! Früher gab es nur kurzfristiges, relativ knappes Geld gegen anständige Sicherheiten. Wenn die Banken es langfristig an Staaten weiterverliehen, trugen sie das reale Risiko (das nun mit etwas Verspätung fällig wird) von mindestens der Fristentransfromation, wofür sie (im langfristigen Mittel) leistungsgerechte Risikoprämien in Form von Zinsen bekamen. Das, was die EZB unter Mario Drucki treibt, ist Insolvenzverschleppung und Betrug.

    • wir brauchen eine neue deutsche Partei, CDU, spd und der restl. Mist haben keine Rezepte mehr und keine Vision mehr für Deutschland. Wir deutsche brauchen kein Europa, dass uns reinlegt ! Wir betteln nicht, dass uns jemand die Waren abnimmt. Ziel muss einzig nur der Wohlstand aller deutschen sein und das haben diese Nichtskönner seit jahren vernachlässigt. Unseren Wohlstand schaffen wir nur aus eigener Kraft, das war schon immer so und wird es so bleiben. Durch den euro sind die meisten deutschen ärmer geworden. Exportuere konnten ihr Vermögen schön in Übersee verbunkern, die steurn zahlen eh die anderen. Das die Parteien nur der FinanzDikatatur folgen und ausgenutzt werden wir uns allen Schaden.
      wir brauchen einen deutschen Frühling !,

    • der euro muss wirklich abwerten , sonst kommen wir nicht aus der Krise, die deutschen müssen halt eine inflationierung ihres Vermögens hinnehmen,haben halt real für weniger gearbeitet. gelobt sei den Leiharbeissklaven !

    • QGoldmund
      Das verstehen Sie vollkommen richtig. So war es schon immer, so ist es, so will man es haben und so wird es bleiben. Lt. Herrn Lindner, FDP, (bei Anne Will) müssen nämlich "die Märkte" verhindern, dass die Staatsfinanzierung unsolide wird. Er meint, wenn die Märkte nicht Obacht geben, dann geben die Regierungen zu viel Geld aus. Die Banken haben nach meiner Meinung schon seit Jahrzehnten etwas, was uns eine relativ neue Partei als etwas Neues verkaufen möchte: das bedingungslose Grundeinkommen. Wenn die Staatsanleihen nämlich nicht mehr bedient werden dann springt, wie wir seit ca. 2 Jahren wissen, erneut der Steuerzahler ein. Für irgendetwas muss ein Steuerzahler schliesslich gut sein ...

    • Die Zockerbude EZB will die Inflation anheizen ,irgendwie

      muß doch das verblödete deutsche Volk zur Kasse genötigt

      werden .

      Merkelina/ Schäublino Politik fordert alles für die

      Bankster u. den Schrott für das Volk .

    • Wo ist der Staatsanwalt, der Merkel und Cons. das Handwerk legt.Hier sind Kräfte am Werk, die Deutschland empfindlich Schaden zufügen wollen. Nochmal 500 Milliarden Euro-Schrott-Noten bezw. Wertpapiere sind ein Verbrechen an Volk und Vaterland.

    • Verstehe ich das richtig? Die EZB leiht den Banken Geld fuer 1,00 % Zinsen. Die Banken kaufen italienische und spanische Staatsanleihen, die erheblich besser verzinst werden. Die Zinsen muss der jeweilige Staat (Steuerzahler) bezahlen. Die Banken bereichern sich mit Hilfe der EZB an den Staaten und somit auch den Buergern. Wem dient die EZB??? Bin ich im falschen Film oder verstehe ich zu wenig vom Finanzwesen?

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