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Janet Yellen

Janet Yellen: Sie bleibt einflussreich.

(Foto: AP)

Neuer Job für Janet Yellen Fed-Chefin wechselt zu einer Non-Profit-Organisation

Die scheidende Fed-Chefin geht zum Brookings-Institut in Washington und folgt damit ihrem Vorgänger Bernanke. Das große Geld wartet aber woanders.
02.02.2018 - 19:02 Uhr Kommentieren

Frankfurt Die Massachusetts Avenue in Washington, nahe der Kreuzung zur 18. Straße, bietet geballte Intelligenz. Dort liegt das renommierte Brookings-Institut und gleich gegenüber das Peterson-Institut. Beides sind erste Adressen, wenn es um Fragen der Ökonomie und Geldpolitik geht. Das American Enterprise Institute ist nah, die Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden ebenfalls, und dazu noch zwei Ableger der Johns-Hopkins-Universität aus Baltimore.

Dort, ein gutes Stück weiter nördlich von ihrem bisherigen Büro, zieht am Montag Janet Yellen ein. Die scheidende Chefin der US-Notenbank (Fed), die von Jerome Powell abgelöst wird, folgt ihrem Vorgänger Ben Bernanke und wird Distinguished Fellow bei Brookings. „Obwohl viele gehofft haben, sie würde eine zweite Amtszeit bekommen, freuen wir uns bei Brookings, dass sie sich unserem Team anschließt“, heißt es in der Begrüßung durch David Wessel, den Direktor des Hutchins Center for Fiscal and Monetary Policy bei dem Forschungsinstitut. Wessel setzt hinzu: „Ihre Erfolgsbilanz sieht verdammt gut aus.“ Die Arbeitslosigkeit sei in ihrer vierjährigen Amtszeit von 6,7 Prozent auf 4,1 Prozent gesunken, die Inflation nähere sich dem Ziel von zwei Prozent.

Bernanke betreibt bei Brookings einen viel gelesenen Blog und ist auf zahlreichen Konferenzen unterwegs. Im vergangenen Jahr stellte er gleich gegenüber im Peterson Institute ein neues Konzept vor, dass die Steuerung der Inflation verfeinern soll. Im wesentlichen läuft es darauf hinaus, wenn die Leitzinsen nahe Null liegen, für eine Zeit ein gewisses Überschießen der Inflation zuzulassen, um dauerhaft von der Null wegzukommen. Gleichzeitig arbeitet Bernanke auch als Berater, zum Beispiel für die bekannte Fondsgesellschaft Pimco, eine Tochter des Allianz-Konzerns.

Brookings ist eine feine Adresse, um im Gespräch zu bleiben. Wie das Beispiel Bernanke zeigt, wird das Leben bei Fed-Präsidenten ähnlich wie bei US-Präsidenten erst nach Ende ihrer Amtszeit richtig lukrativ. Im Jahr 2014 berichteten US-Medien, er habe in einigen Fällen für Reden Honorare zwischen 200.000 und 400.000 Dollar bekommen. Nötig hätte Yellen solche Honorare nicht. Vor einigen Jahren meldete sie offiziell ein Vermögen von rund fünf Millionen Dollar, dazu kamen noch gut 13 Millionen von ihrem Mann, dem Ökonomie-Nobelpreisträger George Akerlof. Als Chefin der Fed hat sie rund 200.000 Dollar pro Jahr verdient.

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