Nordkorea-Konflikt Vorerst offenbar keine US-Strafen für Chinas Banken

Chinesische Banken kooperieren mit dem Regime in Pjöngjang. Washington hat zwar eine Sanktionsliste für die Institute in der Schublade liegen, will aber vorerst auf Strafmaßnahmen verzichten – aus strategischen Gründen.
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„Greift Nordkorea an, reagieren wir mit Feuer und Zorn“

„Greift Nordkorea an, reagieren wir mit Feuer und Zorn“

Washington/New YorkIn der Nordkorea-Krise wollen die USA laut Insidern aus strategischen Gründen vorerst auf Strafmaßnahmen gegen mit Pjöngjang kooperierende chinesische Banken verzichten. Eine Sanktionsliste für Finanzinstitute aus der Volksrepublik liege zwar in der Schublade, doch gebe es derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Washington. China hat eine strikte Umsetzung der verschärften UN-Sanktionen gegen Nordkorea zugesagt, für die es trotz der engen Beziehungen zu dem Nachbarn im UN-Sicherheitsrat gestimmt hatte. In Washingtoner Regierungskreise hieß es dazu, die USA wollten China derzeit nicht verärgern, da es gelte, die Daumenschrauben gegen Nordkorea stärker anzuziehen.

„Es spielte eine wichtige Rolle, dass wir China mit ins Boot geholt haben“, sagte ein Diplomat zu dem UN-Beschluss. Am Samstag hatte der Sicherheitsrat auf Drängen der USA neue Strafmaßnahmen verhängt, die Nordkorea die Ausfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch verbieten. Auslöser waren Tests von Interkontinentalraketen im Juli. US-Präsident Donald Trump sorgte nun für eine Eskalation der Krise und drohte Nordkorea mit „Feuer und Zorn“.

Eine Rakete für den Diktator
Kim Jong-Un lässt sich von seinem Militär feiern
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Kim Jong-Un lässt die Raketentests in Nordkorea gut inszenieren: Hier feiert der Diktator am Tag nach dem nordkoreanischen Raketenabschuss im vergangenen Sommer seinen bisher „größten Erfolg“.

Abschuss der Rakete
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In einer Augustnacht hatte ein nordkoreanisches U-Boot die Testrakete vor der Ostküste des Landes abgefeuert. Laut Militär flog die Rakete knapp 500 Kilometer weit, bevor sie im japanischen Meer versank.

Die Propaganda läuft
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Am Tag nach dem Raketentest folgt die Provokation: Nordkorea habe die Ausrüstung, um einen nuklearen Angriff zu starten – auch auf das amerikanische Festland, verkündet Kim Jong-Un im Staatsfernsehen.

Nachbarländer kritisieren den Start
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Der Raketentest hatte insbesondere bei den Nachbarn Japan, China und Südkorea heftige Kritik ausgelöst. Uno-Resolutionen verbieten dem kommunistischen Regime in Pjöngjang Tests ballistischer Flugkörper.

„Volle Fähigkeit für einen Atomangriff"
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Nordkorea habe sich dem Abschuss der ballistischen Rakete „in die erste Reihe der Militärmächte eingefügt, die die volle Fähigkeit für einen Atomangriff haben“, wurde der Machthaber Nordkoreas zitiert.

Nordkorea wird schlagkräftiger
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Gute Laune bei Kim Jong-Un und seinen Militärs: Nordkorea habe offenbar technische Fortschritte gemacht, hieß es auch aus dem Nachbarland Südkorea.

Kim Jong-Un droht mit nuklearem Erstschlag
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Der Test erfolgte nur zwei Tage nach dem Beginn jährlicher Militärübungen der USA mit Südkorea. Im Vorfeld drohte Nordkorea „beim kleinsten Anzeichen einer Aggression“ mit einem nuklearen Erstschlag.

Wenig später konterte die Führung in Pjöngjang und drohte mit einem Präventivschlag und einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Laut US-Insidern steht China weiter unter Beobachtung. Die Geduld mit der Volksrepublik habe Grenzen, falls sie sich in der Nordkorea-Krise nicht bewegen sollte. Trump erwägt nach Angaben aus seiner Regierung im Handelsstreit mit der Regierung in Peking die Vorbereitung von Strafmaßnahmen. Dabei geht es darum, eine Untersuchung der chinesischen Handelspraktiken auf Basis eines Gesetzes aus den 70er Jahren einzuleiten. Eine Entscheidung war vorige Woche erwartet worden, blieb aber offenbar wegen des Nordkorea-Konflikts aus.

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