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Notenbank Norwegen tastet Leitzins vorerst nicht an

Viele Experten hatten eine Reaktion der Zentralbank auf die dauerhaft tiefen Ölpreise erwartet, doch die norwegische Notenbank belässt ihren Zins auf dem aktuellen Niveau. Doch das dürfte nicht das letzte Wort sein.
19.03.2015 Update: 19.03.2015 - 12:45 Uhr Kommentieren
Was viele Verbraucher freut, ist für Erdöl exportierende Länder wie Norwegen ein großes Problem: Der niedrige Ölpreis treibt selbst die Notenbank zu Reaktionen. Quelle: dpa
Seit Monaten sinkt der Ölpreis, Veränderung ist nicht in Sicht

Was viele Verbraucher freut, ist für Erdöl exportierende Länder wie Norwegen ein großes Problem: Der niedrige Ölpreis treibt selbst die Notenbank zu Reaktionen.

(Foto: dpa)

Oslo Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten tastet Norwegens Notenbank den Leitzins vorerst nicht an. Die Währungshüter entschieden am Donnerstag, den Schlüsselzins bei 1,25 Prozent zu belassen. Experten hatten eine Senkung auf ein Rekordtief von 1,0 Prozent erwartet. Die Notenbank dürfte den Schritt jedoch in den nächsten Monaten wagen, wie Geldpolitik-Direktor Birger Vikoeren signalisierte.

Gouverneur Oeystein Olsen sprach eher vage von der „Aussicht auf eine Verringerung des Leitzinses“, falls der negative Trend in der Wirtschaft anhält. Norwegen ist als Ölexporteur vom Preisverfall des Rohstoffs betroffen. Ein Fünftel der Wirtschaftsleistung entfällt auf den Energiesektor.

Die Zentralbank erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr nur um 1,25 Prozent anziehen und sich das Wachstum damit annähernd halbieren wird. In dieser Rechnung ist die Erdölförderung vor der Küste ausgeklammert. Mit ihrer Entscheidung schwimmt die Notenbank gegen den Strom in Skandinavien. In Dänemark und Schweden haben die Währungshüter zuletzt den Leitzins immer weiter gesenkt. So entschied die Riksbank in Stockholm erst am Mittwoch, den Schlüsselzins auf minus 0,25 Prozent zu kappen. Die Inflationsrate hat nach ihrer Ansicht zwar die Talsohle erreicht. Doch die Aufwertung der Schwedischen Krone drohe diesen Trend zu brechen.

Die norwegische Krone legte nach dem Zinsentscheid in Oslo zum Euro zu. Die Inflationsrate in Norwegen liegt mit zuletzt 1,9 Prozent unter der Zielgröße der Notenbank von 2,5 Prozent. Ökonomin Jessica Hinds vom Analysehaus Capital Economics erwartet, dass die Zinsen bereits auf der nächsten Notenbank-Sitzung im Mai gekappt werden: „Zudem stehen die Chancen gut, dass es zu mindestens einer weiteren Senkung in diesem Jahr kommen wird.“

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