Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Notenbank Trump wirft Fed in Sachen Zinsen Untätigkeit vor

Per Kurznachricht wettert US-Präsident Trump gegen die Fed und fordert eine deutliche Senkung des Leitzinses. Die Fed hat eine Kappung signalisiert.
Kommentieren
Donald Trump kritisiert, die Fed habe die Zinsen viel zu früh und zu stark angehoben. Quelle: AFP
Donald Trump

Donald Trump kritisiert, die Fed habe die Zinsen viel zu früh und zu stark angehoben.

(Foto: AFP)

Washington US-Präsident Donald Trump hat die allseits erwartete Zinssenkung der amerikanischen Notenbank Fed kritisiert, bevor diese überhaupt vollzogen ist. Eine kleine Zinssenkung sei nicht genug, teilte der Präsident am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Damit bezog sich Trump auf die von Finanzfachleuten für diesen Mittwoch erwartete Zinssenkung. Es wäre die erste Reduzierung des US-Leitzinses seit mehr als zehn Jahren.

Abermals kritisierte Trump die Fed scharf. Die Notenbank habe die Zinsen viel zu früh und viel zu stark angehoben. Auch die quantitative Straffung – damit ist die Verkleinerung der durch Wertpapierkäufe aufgeblähten Fed-Bilanz gemeint – sei ein großer Fehler gewesen.

Während die US-Zentralbank nichts oder zumindest vergleichsweise wenig tue, steuerten „die EU und China“ auf Zinssenkungen zu und pumpten frisches Geld in den Markt. Unerwähnt ließ Trump, dass die 28 Länder der Europäischen Union keine gemeinsame Zentralbank haben, sondern nur die 19 Länder der Eurozone.

Mit der Kritik an der Fed verfolgt Trump ein altbekanntes Muster. In den vergangenen Monaten hatte der Präsident in zahlreichen Tweets Zinssenkungen gefordert, immer wieder scharfe Kritik an die Adresse der amerikanischen Währungshüter gerichtet und ihnen dabei unter anderem Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Seine Hauptvorwürfe sind, dass die Fed mit ihrer strafferen Geldpolitik das Wirtschaftswachstum verlangsame und den US-Dollar unnötig stärke.

Die neuerliche Attacke des US-Präsidenten erfolgte nur kurz vor der nächsten Zinsentscheidung in den USA, die am Mittwoch erwartet wird. An den Finanzmärkten wird wegen wachsender Risiken für die konjunkturelle Entwicklung fest mit der ersten Zinssenkung seit Ende 2008 gerechnet. Führende US-Notenbanker, darunter Fed-Chef Jerome Powell, hatten zuletzt deutliche Signale für eine Zinssenkung geliefert.

Mehr: Rezession? Nicht mit den USA. Gegen alle Prognosen bleibt die US-Wirtschaft unter Dampf. Zum Problem könnte ausgerechnet der Verursacher werden: Donald Trump.

Finance Briefing
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Notenbank - Trump wirft Fed in Sachen Zinsen Untätigkeit vor

0 Kommentare zu "Notenbank: Trump wirft Fed in Sachen Zinsen Untätigkeit vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote