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Notenbank Trump zieht mit neuer Tweet-Tirade über die Fed her

Auf Twitter hat der US-Präsident die Fed erneut mehrfach angegriffen. Die US-Notenbank müsse mit der „verrückten quantitativen Straffung“ aufhören.
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Der US-Präsident hat die amerikanische Notenbank schon häufiger angegriffen. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident hat die amerikanische Notenbank schon häufiger angegriffen.

(Foto: AP)

Washington US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Federal Reserve erneut zur Senkung des Leitzinses aufgefordert. In einer Reihe von Tweets griff er die Fed an. Er schrieb, wegen eines fehlerhaften Denkprozesses bei der Fed hätten die USA viel höhere Zinsen als andere Länder, die wirtschaftlich nicht mit den USA mithalten könnten. Die Zinskosten in den USA seien viel höher als in anderen Ländern. Das solle die Fed korrigieren.

Im Unterschied zu seinen Vorgängern, die sich in der Regel nicht direkt zum Kurs der Fed äußerten, hat Trump die Notenbank schon häufiger angegriffen und niedrigere Zinsen gefordert, um die US-Wirtschaft anzukurbeln.

Trump ließ seiner ersten Twitter-Nachricht mehrere weitere folgen. Er schrieb, ihm gefalle die erste Aussage des New Yorker Fed-Chefs John Williams deutlich besser als seine zweite. Es sei „zu 100 Prozent korrekt“, dass die Fed die Zinsen zu schnell und zu früh angehoben habe.

Williams hatte sich am Donnerstag für vorbeugende Maßnahmen in der Zinspolitik ausgesprochen. Es sei besser, vorsorglich zu agieren als zu warten, bis es zu möglichen wirtschaftlichen Problemen komme. Eine schnelle Zinssenkung angesichts ungünstiger konjunktureller Bedingungen und ein niedriger Leitzins für einen längeren Zeitraum dürften die Wirtschaft vor einer zu geringen Inflation schützen.

Trump schrieb außerdem, die Fed müsse außerdem mit der „verrückten quantitativen Straffung“ aufhören. Es gebe weltweiten Wettbewerb. Es bestehe die Gelegenheit, den USA unvergleichlichen Reichtum und erfolgreiches Wachstum zu bringen, das die Schulden stark reduzieren würde. Diese Gelegenheit solle nicht verschwendet werden. In einem weiteren Tweet fügte der Präsident hinzu: „Wir haben fast keine Inflation“. Die Verbraucherpreise legten in den USA im Juni um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Die Teuerungsrate ohne schwankungsanfällige Energie- und Nahrungsmittelpreise stieg im Juni auf 2,1 Prozent.

Die Fed wird bei ihrer nächsten Sitzung am 31. Juli erneut über die Höhe des Leitzinses entscheiden. Zentralbankchef Jerome Powell hatte zuletzt angesichts von Handelskonflikten und einer sich abzeichnenden Abschwächung der Weltkonjunktur eine Lockerung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Finanzmärkte spekulieren auf eine Zinswende und rechnen mit einer Absenkung um 0,25 Prozentpunkte. Derzeit liegt die Leitzinsspanne bei 2,25 bis 2,5 Prozent. Eine Zinssenkung dürfte der US-Konjunktur neuen Schwung verleihen.

Am Mittwochabend hatte die Fed in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“ mitgeteilt, die amerikanische Wirtschaft habe zwischen Mitte Mai und Anfang Juni weiter mit gemäßigtem Tempo zugelegt. An diesem Freitag hatte der Fed-Präsident von St. Louis dafür plädiert, die Leitzinsen in diesem Monat nur in einem geringen Umfang zu senken.

Mehr: Die Fed muss sich gegen den Eindruck wehren, sie gebe mit einer Leitzinssenkung dem Druck des US-Präsidenten nach. Bei der Befragung vor dem Kongress schloss Fed-Chef Jerome Powell zumindest aus, sich Trumps Druck gänzlich zu beugen und zurückzutreten.

Finance Briefing
  • dpa
  • catk
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