Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Notenbankchef King Brite warnt vor Währungskrieg

Mervyn King, der Chef der Bank of England, befürchtet, dass die Regierungen künftig deutlich mehr Einfluss nehmen werden auf die Wechselkurse als bislang. Dabei gehe es vor allem um Abwertungen.
11.12.2012 - 16:21 Uhr 25 Kommentare
Notenbankchef King:

Notenbankchef King: "Ein Abwertungswettlauf".

(Foto: Reuters)

New York Der britische Notenbankchef Mervyn King warnt vor einem Währungskrieg. "Meine Sorge ist es, dass wir 2013 mehr aktive Eingriffe in die Wechselkurse sehen werden", sagte King am Montagabend (Ortszeit) bei einer Rede im Economic Club in New York. Dies werde zunehmend als Alternative zur Geldpolitik gesehen, mit der sich Wechselkurse durch steigende oder fallende Zinsen ebenfalls beeinflussen lassen. "Man kann von Monat zu Monat erkennen, dass immer mehr Länder die aktiv gesteuerten Wechselkurse zu spüren bekommen." Dabei handele es sich immer um Abwertungen. Welche Länder er meint, ließ der Chef der Bank of England allerdings offen.

Deutsche Experten teilen die Sorge von King. "Wir leben schon in einer Zeit, in der die meisten Zentralbanken versuchen, ihre Währungen zu schwächen, um sich Vorteile im Welthandel zu verschaffen und strukturelle Defizite in ihren Ländern zu übertünchen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Wir haben in der Tat einen Abwertungswettlauf."

Früher seien die Wechselkurse maßgeblich durch Zinserwartungen beeinflusst worden, die wiederum von den Konjunkturaussichten getrieben wurden. "Heute sind die Zinsen in vielen Industrieländern praktisch bei null", sagte Krämer. "Jetzt treiben die Notenbanken das Spiel weiter, indem sie durch ihre sehr expansive Geldpolitik Liquidität auf den Markt werfen."

Die Zentralbanken führender Industriestaaten wie den USA, Großbritannien und der Euro-Zone haben ihre Leitzinsen wegen der Wirtschaftskrise auf Rekordtiefs gedrückt. Niedrige Zinsen machen Investitionen in Dollar, Pfund und Euro aber unattraktiver, was den Wechselkurs drückt. Große Schwellenländer wie Brasilien und China, aber auch Industriestaaten wie Japan und die Schweiz haben deshalb Maßnahmen unternommen, um die Aufwertung ihrer Währungen zu stoppen. Diese verteuern ihre Produkte im Ausland, was die Wettbewerbsfähigkeit verringert und die Exporte bremst. Gleichzeitig hat allein die US-Notenbank Hunderte Milliarden Dollar zusätzlich in den Markt gedrückt - Geld, dass viele Banken in Ländern mit höheren Zinsen anlegen und die dortigen Währungen unter Aufwertungsdruck setzen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff warnte bereits vor einem "Tsunami" billigen Geldes und geißelte die Notenbank-Politik einiger Industriestaaten als "Währungskrieg". Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, verteidigte dagegen die Politik des billigen Geldes und warf Schwellenländern vor, ihren Wechselkurs künstlich niedrig zu halten. "Die Vorteile einer Unterbewertung und das Problem ungewollter Kapitalzuflüsse müssen als Paket gesehen werden", sagte Bernanke. "Man kannst das eine nicht ohne das andere haben." Viele Investoren legen ihr Geld wegen niedriger Zinsen und schlechter Konjunkturaussichten in entwickelten Ländern wie den USA lieber in Boomstaaten wie Brasilien an. Der Kapitalzufluss lässt deren Währungen an Wert gewinnen.

    • rtr
    Startseite
    25 Kommentare zu "Notenbankchef King: Brite warnt vor Währungskrieg"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • na endlich spricht ein Notenbanker aus was seit 5 Jahren geschieht und worin es mündet.

    • Frau Beatrix von Storch und ihr Mann helfen seit geraumer Zeit, den Widerstand gegen den ESM und den Marsch in die EUdSSR Diktatur zu formieren.

      Bitte macht mit und unterstützt diese couragierten Verfechter der deutschen Souveränität per Brief an Mitglieder des Bundestages, Spende oder Teilnahme an der Klage. Die Politiker und Finanzoligarchie schauen, wie weit sie es treiben können, bevor der Michel die Nase voll hat!

      Also, macht mit

      http://www.abgeordneten-check.de/
      http://www.zivilekoalition.de/

    • Es ist ein fatalistischer Irrtum (und man geht den Herrn Grossbankiers, Schmidts, Rockefellers etc nur auf den Leim) zu glauben, daß man selbst nichts ist und plötzlich als Nation nichts mehr kann und das der Nationalgedanke so vollkommen depassé sein soll: 

80 Millionen Deutsche exportieren mehr als 1.5 Mrd Chinesen, die kleine Schweiz und das kleine Schweden erzeugen mehr Industrieproduktion als manche globale Region zusammen, Finnland führt in der Mobiltechnik, das sind nur einige Beispiele, was Nationen, nicht politische Leviatane zu leisten vermögen! 

Nur durch den freien Wettbewerb zwischen den Nationen und die Freiheit, unabhängig national zu planen, nur durch die Wiedereinführung von Leistungsprinzip und Eigenverantwortung werden wir und bleiben wir stark in Europa statt in einer faden stalinistisch-autokratischen EUdSSR Einheitssoße jämmerlich einzugehen!

    • Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM mit Heimholung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland retten Deutschland vor immer weiteren wahnwitzigen Geldforderungen der anderen und geben gleichzeitig dem Resteuro die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik wieder realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten kann.

    • Wenn Griechenland statt Deutschland aus dem Euro geht, rast der Zug nur weiter auf die Wand zu und wird der Schrecken am Ende noch größer für Deutschland und Europa.

      Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM mit Heimholung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland retten Deutschland vor immer weiteren wahnwitzigen Geldforderungen der anderen und geben gleichzeitig dem Resteuro die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik wieder realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten kann.

    • Die ganz großen Betrügereien der Zentralbanken, Finanzoligarchie und der Kleptoplutokratie liegen tiefer:



      Betrug 1:
Fiatschuldgeldsystem - Schaffen von Papier/Giralgeld buchgstäblich aus dem Nichts!



      Betrug 2:
Fractional Reserve Banking 1;30-1:100! 
Für jedes Stück existentes Geld wird von der Bank ein Vielfaches aus der Luft geschaffen und als Darlehen dem Kunden gegeben.



      Betrug 3:
Die private 'Federal Reserve’ und die privaten Banken können durch Ausdehnung und Kontraktion der Geldmenge beliebig Zyklen von Inflation und Deflation erzeugen (tun aber so, als ob sie diese verhinderten!).



      Betrug 4:
Inflation = Geldvermögen wird wertlos gemacht

      Deflation = Sachvermögen werden wertlos gemacht



      Betrug 5:
Kleptoplutokraten kaufen immer mehr Vermögen der Bevölkerung mit dem wertlosen Papiergeld auf, daß sie der Bevölkerung aufgeschwatzt hatten.



      Betrug 6:
Zins- und Zinseszins oder äußerer Krieg ruinieren den Staat zuletzt und die Rothschilds etc fangen das Spiel von neuem an!

    • Der Euro ist nicht die EU und die EU schon garnicht mein Europa und die Bankenrettung für die Plutokratie ist nicht die angepriesene Rettung, sondern die geplante Zuspitzung der Krise und gezielte Ausplünderung der Menschen Deutschlands und Europas, damit dann in der Krise der politische Marsch in eine autoritäre EUdSSR folgt! 



    • Allen ist mittlerweile klar: Der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

      Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

      1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

      2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

      3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

      4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

      5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

      6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen gleichzeitig zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

      7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

      Deswegen sind als Minimum der ESM Stopp, der deutsche Euroaustritt und die Wiedereinführung der DM notwendig und selbstverantwortliche Länderwährungen in Europa, so wie vor dem Euro, um wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen.

    • Das war zu erwarten. 'Beggar your neighbour' hat Tradition!

    • Europa hat doch soeben den Friedensnobepeis bekommen, eine Belohnung für das Vebluten an uns sebst, gefangen in einer monetärn Allianz, die uns den Frieden beschehrt in Armut.

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%