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Notenbanker EZB will vorerst keine Staatsanleihen kaufen

EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat weitere Käufe von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten vorerst ausgeschlossen. Andere Regierungen und nicht die EZB sollten den Südeuropäern helfen, so Knot.
04.07.2012 - 14:10 Uhr 3 Kommentare
Anleihekäufe von Krisenstaaten sind für die EZB vorerst tabu. Quelle: dpa

Anleihekäufe von Krisenstaaten sind für die EZB vorerst tabu.

(Foto: dpa)

Amsterdam Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, hat einen weiteren Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten durch die Notenbank vorerst ausgeschlossen. „Das Anleihekaufprogramm schläft tief und fest und das wird auch so bleiben“, sagte der Chef der niederländischen Notenbank am Mittwoch dem niederländischen Magazin „Elsevier“. Wenn jemand Südeuropa im Kampf gegen die Schuldenkrise helfen könne, dann andere Regierungen und nicht die EZB.

Die Notenbank könne nicht endlos mit dem Ankauf von Staatsanleihen fortfahren, sagte Knot. Er rechnet damit, dass die Schuldenkrise die Eurozone noch auf Jahre hin begleiten werde. Wenn die Gemeinschaftswährung überleben solle, seien weitere Schritte hin zu einer politischen Union unbedingt notwendig, so das EZB-Ratsmitglied.

Seit Mitte März hatte die EZB keine Staatsanleihen mehr von angeschlagenen Ländern der Eurozone gekauft. Die Notenbank hatte im Frühjahr 2010 während des Beginns der Griechenland-Krise mit dem Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder begonnen und bisher Papiere im Wert von 210,5 Milliarden Euro erworben.

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    • dpa
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    3 Kommentare zu "Notenbanker: EZB will vorerst keine Staatsanleihen kaufen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Eine Hyperinflation kann es nicht geben, wenn die EZB auf dem Sekundärmarkt Staatsanleihen kauft. Sie erhöht damit lediglich die Geldbasis (Bargeld, Mindestreserve und ggf. Überschussreserve). Nur das Bargeld und die Überschussreserve sind tatsächlich ein "mehr" an Geld im Vergleich zu vorher. Die Mindestreserve ist verzinslich eingefroren bei der EZB. Nur mit der Überschussreserve könnten private Banken anfangen zu zocken oder massiv Kredite an zweifelhafte Schuldner vergeben, die die Inflation anheizen. Dem kann die EZB wiederum vorbeugen, indem sie den Mindestreservesatz erhöht und die Überschussreserve/Bargeldmengen in Mindestreservemengen verwandelt.
      Die FED hat den Mindestreservesatz auf 10% erhöht, bei der EZB beträgt er nach wie vor 1%

    • "vorerst"

    • Die Aussage hat keinen realen Wert. EZB spielt momentan Pingpong nur mit den EU-Führern.

      Herr Thomas Meyer, ex. Chefvolkswirt der DB, hat auf einer Veranstaltung beim Ifo-Institut gesagt: die EZB wird auf jeden Fall italienische Staatsanleihen kaufen, falls niemand anders mehr italienische Bonds kaufen will. Sie kann es sich nicht erlauben, den riesigen italienischen Bondmarkt kaputt gehen zu lassen.

      Sicherlich findet man dann dafür auch einen ansprechenden Neusprech-Namen mit stabilisierenden Wortkern. Wie wärs mit "open market stability operation"?


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