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Notenbankertreffen in Jackson Hole Bernanke lässt Hintertür für Konjunkturhilfe offen

Fed-Chef Ben Bernanke sieht für neuen Konjunkturhilfen hohe Hürden – nur „bei Bedarf“ werden die Währungshüter einschreiten. Die Zentralbank könne die Krise nicht allein bewältigen, jetzt sei die Politik in der Pflicht.
31.08.2012 Update: 31.08.2012 - 17:54 Uhr 8 Kommentare
Der Präsident der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke. Quelle: dapd

Der Präsident der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke.

(Foto: dapd)

New York US-Notenbankchef Ben Bernanke hält die Tür für weitere milliardenschwere Konjunkturhilfen weit offen. Er kündigte zunächst keine neue Unterstützung für die Märkte an, erklärte stattdessen aber, es sei durchaus sinnvoll, über solche Maßnahmen nachzudenken.

In einer von den Finanzmärkten mit Hochspannung erwarteten Rede auf der Konferenz der Federal Reserve in Jackson Hole beklagte der Zentralbanker am Freitag, dass das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit zu schwach sei: „Es ist aber nötig, dass wir weitere Fortschritte erreichen, besonders am Arbeitsmarkt.“ Die Fed werde daher „bei Bedarf“ Konjunkturspritzen aufziehen.

Bernanke erklärte, die Folgen außergewöhnlicher geldpolitischer Aktionen seien schwieriger abzuschätzen, als die traditioneller Maßnahmen. „Entsprechend ist die Hürde zum Einsatz nicht-traditioneller Mittel höher als die für den Einsatz traditioneller Mittel“, sagte er. Damit deutete er nach Lesart von Beobachtern an, dass die Fed sich in nächster Zukunft mit neuen Anleiheankaufaktionen zurückhalten will. Diese gelten als „nicht-traditionelle“ oder „unkonventionelle“ Maßnahmen.

Dennoch ließ sich der Fed-Chef einer Hintertür offen: “Die Kosten unkonventioneller Maßnahmen scheinen, wenn wir sie sorgfältig bedenken, handhabbar zu sein. Dies spricht dafür, dass wir nicht ausschließen sollten, solche Maßnahmen zu ergreifen, sollten die wirtschaftlichen Bedingungen dies erforderlich machen”, sagte Bernanke.

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    Gleichzeitig rief er die Politik indirekt auf, die strukturellen Probleme der USA anzugehen. „Geldpolitik alleine kann nicht erreichen, was eine umfassendere und ausbalancierte Wirtschaftspolitik erreichen kann. Sie kann vor allem nicht haushaltspolitische Risiken neutralisieren“, sagte er. Er spielte damit auf die Debatte in Washington um die sogenannte „Haushaltsklippe“ an.

    „Der Markt hat darauf gesetzt, dass Bernanke die Erwartung an QE3 (eine dritte Runde von Anleihenkäufen, Anm. der Redaktion) nicht enttäuscht und das hat er auch nicht getan“, sagte John Canally von LPL Financial. Die Marktteilnehmer an den europäischen Börsen reagierten nur kurz verschnupft auf die Bernanke-Rede, die in dieser Hinsicht keine Klarheit brachte.

    Trotz Zurückhaltung: Experten sehen Chancen für Anleihenkäufe
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    8 Kommentare zu "Notenbankertreffen in Jackson Hole: Bernanke lässt Hintertür für Konjunkturhilfe offen "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • richtig, ich kaufe seit einem Goldpreis von ca. 890,00 $ und einen Silberpreis von ca. 12,00 $, alle zwei Monate etwas dazu.
      Meine Rendite, kann sich wirklich sehen lassen.
      Der Euro wie auch Aktien, sind mir im Augenblick zu risikoreich.

    • Helikopter-Ben sollte man die Fluglizenz entziehen. Er will es nicht begreifen.

    • Ich hoffe das er es nicht macht,denn das einzige was steigen werden sind die Öl und Lebensmittelpreise.
      Dieser Herr sollte aufwachen seit Lehman hat das ganze nichts mehr mit der Realität zu tun.
      Market Driven by FED and EZB.

    • Vorarbeit auf eine demnächst überraschende Leitzinserhöhung ?
      Die würde alles zum einstürtzen bringen...

    • “Solange ein genügend hoher Sachzins (Dividende) in Aussicht steht, wird investiert, werden Geldkapitalien in Sachkapital umgewandelt, Fabriken, Miethäuser, Kraftwerke gebaut, Maschinen und Verkehrsmittel angeschafft. Die Vermehrung dieser Sachgüter hat eine bemerkenswerte Folge: ihr Wettbewerb senkt den Zins; Dividende und Mietzins schrumpfen. Dies wäre ein an und für sich wünschenswerter Vorgang, denn in gleichem Maße, wie der Zins sinkt, erhöhen sich die Lohneinkommen (die Sachlöhne); was der Kapitalist weniger erhält, bekommt der Werktätige mehr!
      Aber hier, an dieser Stelle, wo fleißige Arbeit den Zins zu beeinträchtigen droht, wo die Axt der Arbeit an die Wurzel des Kapitalismus gelegt werden sollte, versagt sie plötzlich, wird gelähmt. Wieso das? Ganz einfach: Das Dauergeld (Zinsgeld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion), das ja unter keinen Umständen zinslos zu haben ist, verweigert, gestützt auf seine Überlegenheit, bei ungenügendem Zins die Investierung, das heißt, die Umwandlung in Sachgüter; es zieht sich vom Anlagenmarkt zurück, streikt, verursacht Wirtschaftskrise! Es hindert die Werktätigen mit Gewalt daran, zu arbeiten, sperrt sie aus, macht sie arbeitslos.”

      Otto Valentin, aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949

      Gewählte “Spitzenpolitiker” und studierte “Wirtschaftsexperten” haben das bis heute nicht begriffen und werden es aus eigener Anschauung heraus auch bis zum Jüngsten Tag nicht mehr begreifen, denn vor dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation steht die Überwindung der Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern), von der insbesondere solche Patienten – unabhängig von “Glaube” (Cargo-Kult) oder “Unglaube” (Ignoranz) – betroffen sind, die in “dieser Welt” (zivilisatorisches Mittelalter) eine “gesellschaftliche Position” erlangt haben:

      http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

    • Lieber Goldbarren im Tresor drin haben als das Spielgeld in Form von Euro oder Dollars. Seit der Euroeinführung war jedem klar denkenden Menschen ersichtlich, wohin es geht durch die Mitgliedschaft der Griechen, Spanier etc.pp.! Wollten auf unsere Kosten weiterleben wie gehabt und wollen das nach wie vor. Merkel wird das Abzocken deutscher Gelder als alternativlos mal wieder bezeichnen.
      Als Fazit bleibt: jeden Euro, den man nicht braucht,sofort in Edelmetall umsetzen und sicher lagern.

    • Wieso verteilen die eigentlich keine Notendrucker an alle Bürger....dann wären alle auf einmal reich :D NAch US Logik und wie man das bisher geregelt hat, müsste das doch funktionieren :D In Europa sicher auch, fragt Draghi, Monti oder Hollande....

    • Nach Greenspan jetzt Berni. Es scheint ja ein Hobby amerikanischer Notebankchefs zu sein, in Orakeln zu sprechen.
      Nehmt doch gleich einen Tintenfisch !

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