Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ölpreisverfall EZB-Chefvolkswirt warnt vor langrifstigen Folgen

Der Ölpreis fiel zuletzt auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Das hat auch Auswirkungen auf die Inflaiton in der Euro-Zone. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet warnt davor, die Folgen zu vernachlässigen.
13.01.2016 - 14:19 Uhr
Eine Änderung des Inflationsziels kommt für den EZB-Chefvolkswirt nicht infrage. Quelle: Bert Bostelmann/Bildfolio
Peter Praet

Eine Änderung des Inflationsziels kommt für den EZB-Chefvolkswirt nicht infrage.

(Foto: Bert Bostelmann/Bildfolio)

Frankfurt Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen. Der Effekt auf die Inflation sei „nicht vernachlässigbar oder temporär“, sagte Praet in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe). Dies wirke sich schnell auf andere Bereiche der Wirtschaft wie den Transportsektor aus. Auch sei weiteren Auswirkungen auf die Preisentwicklung – beispielsweise durch niedrige Lohnabschlüsse – Vorschub zu leisten.

„Die Gefahr von Deflation herunterzuspielen wäre fahrlässig, insbesondere zu Zeiten einer anhaltenden niedrigen Inflation“, warnte der Ökonom. Eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und rückläufigen Investitionen – in der Fachwelt –Deflation“ bezeichnet, kann eine Wirtschaft lange Zeit lähmen. Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben. Die EZB strebt als optimale Teuerungsrate für die Konjunktur eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Im Dezember lag die Teuerung im Euro-Raum aber lediglich bei 0,2 Prozent. Seit Mitte 2013 liegt die Rate inzwischen bei unter einem Prozent und damit weit vom Stabilitätsziel der Währungshüter erntfernt.

Eine Änderung des Inflationsziels kommt für den EZB-Chefvolkswirt aber nicht infrage. Es in Zeiten aufzugeben, in denen es schwieriger erreichbar sei, würde die Glaubwürdigkeit der Notenbank gefährden. „Gerade in schwierigeren Fahrwassern muss am Ziel festgehalten werden,“ erklärte Praet.

  • rtr
Startseite
Mehr zu: Ölpreisverfall - EZB-Chefvolkswirt warnt vor langrifstigen Folgen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%