Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Österreichs Notenbank Banken seien gegen Risiken aus Insolvenzwelle gut abgesichert

Nach dem Auslaufen der Hilfsmaßnahmen rechnet Österreichs Notenbank mit einem Anstieg der Insolvenzen. Die Banken hätten aber bereits Vorsorgen getroffen.
25.11.2020 - 10:51 Uhr Kommentieren
Den Banken empfiehlt die OeNB in ihrem Bericht Abstand von Aktienrückkäufen zu nehmen und Gewinnausschüttungen sorgfältig abzuwägen. Quelle: Reuters
Oesterreichische Nationalbank

Den Banken empfiehlt die OeNB in ihrem Bericht Abstand von Aktienrückkäufen zu nehmen und Gewinnausschüttungen sorgfältig abzuwägen.

(Foto: Reuters)

Wien Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfsmaßnahmen einen Anstieg der Insolvenzen und damit eine Verschlechterung der Kreditqualität bei den heimischen Banken.

Die Risken seien aus heutiger Sicht aber zu bewältigen, da die Institute bereits Vorsorgen getroffen hätten und sich ihre Kapitalausstattung im Vergleich zur Finanzkrise deutlich verbessert habe, geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzmarktstabilitätsbericht der Notenbank hervor. Die Ergebnisse des aktuellen Stresstests würden zudem zeigen, dass der österreichische Bankensektor über eine adäquate Risikotragfähigkeit verfüge.

„Für zukünftige Herausforderungen, die aus der Covid-19-Pandemie resultieren, haben die österreichischen Banken bereits im ersten Halbjahr 2020 begonnen, ihre Risikovorsorgen zu erhöhen“, sagte Vize-Gouverneur Gottfried Haber. Dies habe zu einem starken Einbruch der Gewinne im ersten Halbjahr geführt. Eine ähnliche Entwicklung zeige sich bei den Tochterbanken in Osteuropa.

Der zweite Lockdown im November wird nach Einschätzung der Notenbank voraussichtlich einen neuerlichen, aber im Vergleich zum Frühjahr geringeren Wirtschaftseinbruch bewirken, erwartet die Notenbank.

Profitabilität über dem europäischen Durchschnitt

Die Banken seien aber ausreichend kapitalisiert, um die Realwirtschaft weiterhin mit Krediten zu versorgen, hieß es. Faule Kredite hätten in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden können und die Profitabilität der Institute liege über dem europäischen Durchschnitt.

Den Banken empfiehlt die OeNB in ihrem Bericht Abstand von Aktienrückkäufen zu nehmen und Gewinnausschüttungen sorgfältig abzuwägen. Die Geldhäuser sollten sich auf das Auslaufen von Zahlungsmoratorien und staatlichen Garantien für Kredite vorbereiten sowie nachhaltige Kreditvergabestandards, insbesondere bei Immobilienkrediten, einhalten, rät die OeNB.

Darüber hinaus empfiehlt die Notenbank, die operative Effizienz weiter zu steigern sowie geeignete Strategien zum Umgang mit Herausforderungen aufgrund neuer Informationstechnologien zu entwickeln und umzusetzen.

Mehr: Fitnessstudios drohen massenhaft Insolvenzen.

  • rtr
Startseite
Mehr zu: Österreichs Notenbank - Banken seien gegen Risiken aus Insolvenzwelle gut abgesichert
0 Kommentare zu "Österreichs Notenbank: Banken seien gegen Risiken aus Insolvenzwelle gut abgesichert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%