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Österreichs Notenbank-Gouverneur Nowotny „US-Finanzministerium drückt bewusst den Dollar-Kurs“

Ewald Nowotny hat den USA vorgeworfen, den US-Dollar niedrig halten zu wollen. Im Umfeld Trumps habe es niemand geschafft, positiven Einfluss auf den US-Präsidenten auszuüben, sagte Österreichs Notenbank-Gouverneur.
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Die EU müsse gerade jetzt stärker zusammenrücken und ein Gegengewicht zu den USA bilden. Quelle: Reuters
Ewald Nowotny

Die EU müsse gerade jetzt stärker zusammenrücken und ein Gegengewicht zu den USA bilden.

(Foto: Reuters)

FrankfurtÖsterreichs Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat den USA vorgeworfen, den Dollar-Kurs bewusst zu drücken. Zwei Dinge seien sehr erstaunlich, sagte das EZB-Ratsmitglied im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Einerseits, dass das US-Finanzministerium den US-Dollar bewusst drückt und niedrig halten will.“ Dazu komme, dass es im Umfeld von Donald Trump niemand geschafft habe, einen positiven Einfluss auf den US-Präsidenten und seine Politik zu haben. Die EU müsse gerade jetzt stärker zusammenrücken und ein Gegengewicht bilden. Das Zeitungsinterview wurde bereits am 1. Februar geführt.

Vor dem jüngsten Börsenbeben an der Wall Street hatte der Euro kräftig zum Dollar zugelegt. Dazu hatten auch Äußerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin beigetragen, der die Dollar-Schwäche als gut für die heimische Wirtschaft bezeichnet hatte. Die Gemeinschaftswährung kostete zeitweise rund 1,25 Dollar und damit so viel wie zuletzt im Dezember 2014. Doch im Zuge des jüngsten Kursrutsches an der Wall Street sackte der Euro deutlich ab. Inzwischen notiert er bei Kursen knapp unter 1,23 Dollar.

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