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Pandemie US-Notenbanker rufen zum Maskentragen auf

Geldpolitiker in den USA sorgen sich, dass die Wirtschaft sich nicht schnell genug erholt. US-Bürger sollen die Corona-Regeln konsequenter einhalten.
13.08.2020 - 20:33 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident hat das Tragen einer Schutzmaske inzwischen für patriotisch erklärt. Quelle: dpa
Donald Trump mit Mund-Nasen-Schutz

Der US-Präsident hat das Tragen einer Schutzmaske inzwischen für patriotisch erklärt.

(Foto: dpa)

New York Amerikas führende Notenbanker haben in den vergangenen Tagen dazu aufgerufen, Masken zu tragen und Sicherheitsabstände gewissenhafter einzuhalten. Sollten sich die Amerikaner weiterhin nur inkonsequent an die Regeln halten, „setzen sie Bürger nicht nur dem unnötigen Risiko aus, schwer krank zu werden oder zu sterben“, sagte der Chef der regionalen Notenbank (Fed) in Boston, Eric Rosengren.

„Es wird auch den ökonomischen Abschwung verlängern.“ Es sei deutlich weniger kostspielig, die Sicherheitsstandards zu befolgen, als erneut Teile der Wirtschaft in einen Shutdown zu zwingen.

US-Präsident Donald Trump hatte die Pandemie lange Zeit heruntergespielt und die Wirksamkeit des Mund-Nasen-Schutzes angezweifelt. Sein Verhalten ermutigte seine Anhänger, ebenfalls auf den Schutz zu verzichten und stattdessen auf ihre Freiheitsrechte zu pochen.

Erst Ende Juli, als das Virus längst in vielen Bundesstaaten außer Kontrolle geraten war, schwenkte der Republikaner um und erklärte das Maskentragen für patriotisch. Seitdem hat eine Reihe von Staaten Maskenpflichten eingeführt, die jedoch oft nur halbherzig befolgt und kaum geahndet werden.

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    Ungewöhnlich deutliche Kritik für die sonst so zurückhaltenden Notenbanker kam auch von Robert Kaplan, dem Chef der regionalen Fed in Dallas. Wer keine Maske trage, „fühlt sich vielleicht freier, aber die Wirtschaft wird dadurch langsamer wachsen“.

    Der Arbeitsmarkt sendete am Donnerstag überraschend starke Signale. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosengeld ist zum ersten Mal seit März unter die Marke von einer Million gerutscht. Die Arbeitslosenquote im Juli war auf 10,2 Prozent gesunken.

    Schleppende Kreditvergabe

    Dennoch setzen die Währungshüter auf frische Hilfen aus Washington. Zusatzzahlungen zum Arbeitslosengeld sowie diverse andere Programme waren Ende Juli ausgelaufen. Die Verhandlungen waren in der vergangenen Woche gescheitert. Republikaner sorgen sich zunehmend über die Höhe des Staatsdefizits, Demokraten wollen von ihren teuren Forderungen dagegen nicht abrücken. Die Politik riskiere dadurch einen Einbruch bei den Konsumausgaben, warnte Mary Daly, Präsidentin der Fed in San Francisco.

    Auch die Notenbank in Washington hatte ihre eigenen Hilfsprogramme gestartet, unter anderem, um die Kreditvergabe an Mittelständler zu erhöhen. Das ist nur schleppend angelaufen, habe in den vergangenen Wochen jedoch deutlich zugelegt, versicherte Rosengren, der das Programm verwaltet.

    Mehr: Schwierige Verhandlungen über Corona-Hilfen belasten die US-Börsen.

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