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PEPP Mersch rechnet mit Verlängerung von EZB-Notkaufprogramm

Denn die Folgen der Corona-Pandemie würden länger dauern als bei der Entscheidung im Sommer vorausgesehen, erklärt das EZB-Direktoriumsmitglied.
25.11.2020 - 10:38 Uhr Kommentieren
Merschs achtjährige Amtszeit bei der EZB endet am 14. Dezember dieses Jahres. Quelle: Bloomberg
Yves Mersch

Merschs achtjährige Amtszeit bei der EZB endet am 14. Dezember dieses Jahres.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf eine Verlängerung ihres milliardenschweren Corona-Notkaufprogramms zu.

„Da die Folgen dieser Pandemie wahrscheinlich länger dauern werden als bei unserer letzten Entscheidung im Sommer vorausgesehen, ist die Verlängerung der Zeitachse ein offensichtlicher Kandidat für die Kalibrierung“, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch über das Anleihenkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der „Financial Times“.

Die EZB hat für ihre Dezember-Sitzung (10.12.) eine „gründliche Neubeurteilung“ der Lage angekündigt. Europas Währungshüter ließen keinen Zweifel daran, dass sie im Kampf gegen die negativen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie noch einmal nachlegen wollen.

Mersch, dessen achtjährige Amtszeit bei der EZB am 14. Dezember dieses Jahres endet, bekräftigte in dem Interview die Einschätzung anderer führender EZB-Vertreter, dass sich in der aktuellen Krise das Kaufprogramm PEPP sowie besonders günstige Langfristkredite für Geschäftsbanken (TLTRO) als besonders wirkungsvoll erwiesen hätten.

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    Das im März aufgelegte, besonders flexible Kaufprogramm PEPP hat derzeit ein Volumen von 1,35 Billionen Euro und soll nach bisheriger Planung bis mindestens Ende Juni 2021 laufen.

    Ökonomen rechnen nicht nur mit einer zeitlichen Verlängerung, sondern auch damit, dass die EZB noch mehr Geld in den Kauf von Wertpapieren investieren wird.

    Den Banken im Euroraum signalisierte Mersch, der auch Vize-Chef der EZB-Bankenaufsicht ist, dass sie wohl bald wieder Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten dürfen.

    Im kommenden Jahr sollte dies nach seiner Einschätzung wieder erlaubt sein - zumindest dann, wenn Institute die Aufseher überzeugen, dass sie genügend Kapital haben, um die Folgen der Pandemie ausbügeln zu können.

    Mehr: Lesen Sie auch das Interview mit EZB-Direktorin Isabel Schnabel über die Folgen der neuen Coronawelle und die Überprüfung der Geldpolitik im Dezember.

    • dpa
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