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Philip Lane EZB-Chefvolkswirt erwartet Euro-Wirtschaft erst 2022 auf Niveau vor Corona

Wegen der extremen Tiefe des wirtschaftlichen Einbruchs wird es laut Philip Lane noch lange dauern, bis das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht ist.
24.06.2020 Update: 24.06.2020 - 11:39 Uhr Kommentieren
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank bezeichnet die Anleihenkäufe der EZB als effektives Kriseninstrument. Quelle: Reuters
Philip Lane

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank bezeichnet die Anleihenkäufe der EZB als effektives Kriseninstrument.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet nicht vor 2022 mit einer Rückkehr der Wirtschaft im Euroraum zum Wachstumsniveau vor der Coronakrise. Angesichts der allmählichen Lockerung der Einschränkungen gebe es zwar „einige Anzeichen für eine erste Erholung“, sagte der Chefvolkswirt der Notenbank, Philip Lane, am Mittwoch in einer Videoschalte. Man müsse sich jedoch auf einen längeren Prozess einstellen, „da es einige Zeit dauern wird, bis sich Verbraucher und Unternehmen von diesem Schock erholt haben“. Lane bekräftigte: „Wir glauben nicht, dass wir vor Ende 2022 zum Niveau von 2019 zurückkehren werden.“

Mit ihrem Anleihenkaufprogramm leistet die EZB nach Lanes Einschätzung einen maßgeblichen Beitrag zur Stabilisierung der Märkte. Die EZB hatte Anfang Juni ihr Notkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) von 750 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro fast verdoppelt. Zudem verlängerten die Währungshüter die Mindestlaufzeit des Programms um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2021. Die EZB kauft im Rahmen des PEPP verschiedene Arten von Wertpapieren, hauptsächlich Staatsanleihen der Euroländer.

„Ich diesen Zeiten sind die Vorteile der Käufe viel größer als normal“, sagte Lane mit Blick auf grundsätzliche Kritik an Anleihenkäufen der Notenbank. Er betonte zugleich, das PEPP sei eine zeitlich begrenzte Sondermaßnahme. „Diese außergewöhnliche Maßnahme wird eindeutig enden, wenn die Pandemie vorbei ist.“ Zentralbanken sollten nicht „permanent eine übermäßige Rolle“ spielen, sagte der EZB-Chefvolkswirt.

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