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Preisentwicklung Eurozone Inflation weiter deutlich unter zwei Prozent

Die Inflation im Euroraum bleibt weiter deutlich hinter der von der EZB angestrebten Zielmarkte von zwei Prozent. Immerhin: Mit einem Plus von 1,3 Prozent stiegen die Preise höher als von Experten erwartet.
30.06.2017 - 11:35 Uhr Kommentieren
Die Notenbank hält ihren Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Quelle: dpa
EZB-Zentrale in Frankfurt am Main

Die Notenbank hält ihren Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

(Foto: dpa)

Brüssel Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Rückmarsch. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur noch um 1,3 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die niedrigste Teuerungsrate in diesem Jahr. Im Mai lag sie noch bei 1,4 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für Juni sogar einen Rückgang auf 1,2 Prozent erwartet. Ein Grund ist, dass sich Energie mit 1,9 Prozent nicht mehr so stark wie in den Vormonaten verteuerte.

Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an und ist damit derzeit recht weit von ihrem Zielwert entfernt. Nach einem optimistischen Konjunkturausblick von EZB-Chef Mario Draghi erwarten jedoch viele Experten, dass die Notenbank eine allmähliche Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik einleiten wird. Auch die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der EZB im kommenden Jahr haben deutlich zugenommen.

Die Notenbank hält ihren Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Die EZB und die nationalen Notenbanken erwerben zudem seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Damit wollen sie Banken zur stärkeren Kreditvergabe anregen, was der Konjunktur zugutekommen und so auch die Inflation antreiben soll. Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende 2017 fortgesetzt werden und dann ein Gesamtvolumen von 2,28 Billionen Euro erreichen. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass die EZB im kommenden Jahr ihre Wertpapierkäufe schrittweise reduzieren könnte. Einige Ökonomen erwarten, dass sie einen solchen Schritt im September ankündigen wird.

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