Preisentwicklung im April Niedrige Inflation setzt EZB unter Zugzwang

Die Inflation im Euroraum ist im April nur leicht gestiegen. Analysten hatten einen höheren Zuwachs erwartet. Damit ist völlig offen, was die EZB auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche macht.
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EZB-Chef Mario Draghi: Nächste Woche entscheidet die EZB über ihre Reaktion auf die niedrige Inflation. Quelle: dpa

EZB-Chef Mario Draghi: Nächste Woche entscheidet die EZB über ihre Reaktion auf die niedrige Inflation.

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BrüsselDie Inflation in der Euro-Zone ist im April wieder leicht gestiegen. Allerdings zogen die Verbraucherpreise weniger stark an als erwartet und dürften der Europäischen Zentralbank (EZB) damit weiter Kopfschmerzen bereiten. Die Jahresteuerung stieg auf 0,7 Prozent, von 0,5 Prozent im März, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte.

Von Reuters befragte Analysten hatten ursprünglich sogar ein Plus von 0,8 Prozent erwartet. Allerdings hatte sich bereits am Dienstag nach den Inflationsdaten aus der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland angedeutet, dass die Zahl für den gesamten Währungsraum niedriger ausfallen könnte als gedacht.

Von stabilen Preisen spricht die EZB bei Werten von knapp zwei Prozent. Trotz der niedrigen Inflation sehen die Notenbanker um EZB-Präsident Mario Draghi derzeit eher keine Gefahr einer Deflation. Solch ein Preisverfall auf breiter Front gilt als sehr schädlich für eine Volkswirtschaft, da Konsumenten in der Erwartung sinkender Preise ihren Konsum ebenso aufschieben wie Firmen ihre Investitionen.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer geht davon aus, dass die EZB Anfang Juni ihre Inflationsprognose von 1,0 Prozent für 2014 leicht nach unten revidieren wird. An der mittelfristigen Prognose für 2015 (1,3 Prozent) und 2016 (1,5 Prozent) werde sie jedoch vermutlich festhalten, schreibt er in einer Analyse. Krämer rechnet deshalb eher nicht damit, dass die EZB breit angelegte Anleihekäufe (QE) beschließen wird.

  • rtr
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10 Kommentare zu "Preisentwicklung im April: Niedrige Inflation setzt EZB unter Zugzwang"

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  • Viele sind scheinbar zu blöd zum Rechnen. Real geht es hier um Vermögensvernichtung in vielfacher milliardenschwerer Höhe. Und was passiert?: Die Dauerwähler der Blockparteien wählen wie immer weiter, dabei gibt es reichlich Alternativen.

  • Nach die gemeinsame Währung eine große Verschuldungsorgie der Südländer ermöglicht hat, wird jetzt für Inflation getrommelt.

    Hilft den Schuldnern, aber schadet den Deutschen enorm.

  • Dass Draghi durch Geldentwertung seinen Freunden bei den Banken und Pleitestaaten ermöglichen will, sich weiter endlos zu verschulden, ist sein gutes Recht.
    Genau dazu ist der Mann von Goldmann Sachs ja installiert worden. Dass er dabei illegale Methoden einsetzen will und nebenbei die Kaufkraft des Euro zerstört wird, interessiert ihn nicht.
    Das Problem sind die deutschen Bürger, die auf die Deflationspropaganda hereinfallen und all das tatenlos hinnehmen.
    Wenn genug Wähler alternative Parteien wählen würden, wäre die Euro-Schulden-Union bald Geschichte.

  • "Merkwürdig nur, dass die immer noch die Blockparteien wählen."

    Verstehe ich auch nicht.

    Da nur 8% die AfD wählen, heißt das im Umkehrschluss, dass 92% der Vernichtung ihres Vermögens durch die EZB zustimmen!

    Dumm ist, wer Dummes tut....

  • Was haben Draghi und Kim gemeinsam?

    => Beide verfügen über Massenvernichtungswaffen.
    (Aber nur einer gehört der "Achse des Bösen" an...)

  • Wenn der "Kleine Mann" in Spanien.... Italien, Griechenland... Mehr für sein geld bekommt, das eh knapp ist durch die anstrengungen, den Staat zu Reformiern und zu Sanieren.. ist das "schlecht" ????....

    lol.... die Argumente werdn immer unrealistischer nur um mit allen mitteln endlich die Druckerpresse anwerfen zu dürfen, (mehr als ohnehin schon)... nur um endlich die Schulden des Staates wegzuschmelzen... nur damit der Beamten/ Minestral Normenklatura und die "Parlamente" bzw die Marode Politische Klasse, in den betreffenden Ländern sich nicht wirklich bewegen müssen und so weiter machen können wie in den letzen 25 jahren....

    wohlgemerkt auf kosten der Kleine Leute in D...

    allein durch die Niedrigzins Politik der EZB gehen ca 30 - 60 Mrd der D Altersvorsorge Flöten...

    Im Grunde ist Draghi für die D gar nicht tragbar...

    und es wundert mich ehrlich der Langmut der D Bevölkerung sich das bieten zu lassen.

  • Vielleicht sind die Preise für neu Megayachten der Milliardäre gesunken (weil die Konten der russischen Oligarchen gesperrt sind) ; beim täglichen Einkauf bei Aldi & Co. kann ich absolut nichts von sinkenden Preisen feststellen.

    Statt die Preise offen zu erhöhen, werden jetzt (ohne etwas zu sagen) die Packungsgrößen verkleinert; eine ganz linke Abzocke, denn nur wenige bemerken den massiven Preisschub.

  • Die EEG Umlage, sowie die Sonnensteuer (Wenn Bürger/innen und kleine Gewerbetreibende mit Solaranlagen für den eigenen Bedarf Strom herstellen, sollen sie 3 Cent zahlen, Mieter/innen sogar 6 Cent.), die demnächst kommt, sorgen schon dafür, daß in Deutschland die Inflation hoch bleibt. Dennoch findet die EZB sicherlich weitere Gründe in die Taschen der Sparer zu greifen, damit der Geldtransfer in Richtung Zockerbanken sicher gestellt ist.

  • Derselbe Artikel von dpa-AFX wurde gerade auch auf Reuters verbreitet.
    Herrlich diese Abschreiberei... :-)

  • Das ist das Profigetrommel des Mainstreams für die nächste Gelddruckorgie... schönes "politisches Projekt", das in den Untergang führt. Naja, die Deutschen sollten das kennen. Merkwürdig nur, daß die immer noch die Blockparteien wählen. Normalitätsbias eben...

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