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Preisentwicklung Inflation in der Euro-Zone steigt auf den EZB-Zielwert

Nach einem Plus in Deutschland erhöhen sich auch in der gesamten Euro-Zone die Preise deutlich.
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Eine Kundin steht vor gefüllten Regalen in einem Supermarkt. Quelle: dpa
Einkauf von Lebensmitteln

Eine Kundin steht vor gefüllten Regalen in einem Supermarkt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/FrankfurtDie Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Mai so kräftig gestiegen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Die Teuerungsrate kletterte auf 1,9 Prozent, nachdem sie im April noch auf 1,2 Prozent gefallen war. Das teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in seiner ersten Schätzung mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 1,6 Prozent gerechnet.

Die Inflationsrate liegt damit im Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese betrachtet mittelfristig Werte von knapp zwei Prozent als ideal für die Wirtschaft. Momentan kauft die EZB für monatlich 30 Milliarden Euro vor allem Staatsanleihen, um die Inflation anzuschieben. Demnächst muss sie entscheiden, wie es mit diesen Käufen über September hinaus weitergeht. Dabei spielt die Inflationsentwicklung eine wichtige Rolle.

Am Donnerstag hatte das Statistische Bundesamt eine Preissteigerung in Deutschland von 2,2 Prozent verkündet. Ursache für den Preisanstieg in Deutschland und der Eurozone ist vor allem der höhere Ölpreis. Energie verteuerte sich im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent. Die um besonders schwankungsanfällige Güter wie Öl, Tabak und Lebensmittel bereinigte Kernrate dagegen lag bei 1,1 Prozent. Sie liegt damit zwar höher als im Vormonat, aber immer noch vergleichsweise niedrig. Auch bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak fiel der Preisaufschlag mit 2,6 Prozent überdurchschnittlich aus. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,6 Prozent.

Am 14. Juni trifft sich der Rat der EZB in Riga zur gelpolitischen Sitzung. Dort legt die Notenbank auch neue Prognosen zur Inflations- und Wachstumsentwicklung vor. In den vergangenen Wochen hatten sich auch Ratsmitglieder, die tendenziell eher als Verfechter einer lockeren Geldpolitik gelten, dafür ausgesprochen die Nettoanleihekäufe bis zum Jahresende zu beenden. So erklärte etwa der französische Notenbankchef Villeroy, die EZB sei „immer zuversichtlicher,“ dass ihre Kriterien für ein Ende der Anleihekäufe erfüllt würden. Der Zeitpunkt des Endes der Nettokäufe rücke näher. Ähnlich äußerten sich auch der belgische Notenbankchef Jan Smets, sowie ihre Ratskollegen aus Litauen und Österreich.

Angesichts der aktuellen Unsicherheit an den Märkten über Italien spricht nun aber viel dafür, dass die EZB erst im Juli entscheidet und in Riga noch keine Entscheidung trifft, wie es mit ihren Anleihekäufen über September hinaus weiter geht.

Mit Material von Reuters

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