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Ratingagentur und EZB S&P glaubt an deutliche Ausweitung von Anleihen-Käufen

Weitet die EZB ihr umstrittenes Anleihenkaufprogramm noch aus? Mario Draghi hatte das abgelehnt – vorerst. Die Ratingagentur S&P unterdessen hält eine Aufstockung des Programms auf 2,4 Billionen Euro für möglich.
30.09.2015 - 16:13 Uhr
Die Ratingagentur S&P wäre selbst von einer Verdoppelung des Anleihenkaufprogramms QE „nicht überrascht“. Quelle: dpa
EZB

Die Ratingagentur S&P wäre selbst von einer Verdoppelung des Anleihenkaufprogramms QE „nicht überrascht“.

(Foto: dpa)

London Die Ratingagentur S&P hält eine drastische Ausweitung des bislang auf rund 1,1 Billionen Euro ausgelegten Anleihen-Aufkaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) für denkbar. „Wir wären nicht überrascht, wenn die Notenbank schon Anfang Dezember bekanntgeben würde, dass sie ihr Programm über 2016 hinaus bis Mitte 2018 verlängern und auf ein Volumen von bis zu 2,4 Billionen Euro ausdehnen wird“, äußerte der für Europa zuständige S&P-Chefvolkswirt Jean-Michel Six in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht.

Die EZB könne sich angesichts der weltweit niedrigen Inflationsraten, der allgemeinen Wirtschafts-Schwäche und dem Konjunkturabschwung in China zum Handeln gezwungen sehen. So gehe S&P nun für 2016 nur noch von einem Wirtschaftswachstum in China von 4,4 (bislang: 6,3 Prozent) und für 2017 von 3,9 (6,1) Prozent aus.

Die EZB kauft seit März Anleihen in großen Stil und will bis Herbst 2016 Bonds im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Vor rund einer Woche hatte EZB-Chef Mario Draghi erklärt, trotz wachsender Risiken für die Weltwirtschaft die Geldspritzen vorerst nicht auszuweiten.

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